Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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lebend zu fangen. Franzesko Fano ſah überall Gewehrläufe blitzen, vor ſich den Feind, hinter ſich hatte er die praſſelnde Gluth. Jetzt

erkannte er, daß ſeine Stunde geſchlagen habe.

Ein Gensd'arm erhob ſich und trat einige Schritte vor.

Ergieb Dich, Fano, oder es iſt Dein Tod! rief er dem Bandit zu.

Erſt der Deine! hohnlachte Fano.

Ein Schuß krachte und der Gensd'arm ſtürzte getroffen nieder.

Schurken, brüllte dann der Bandit,ſoll ich als Opfer des Verraths fallen, ſo will ich Euch doch wenigſtens nicht den Triumph gönnen, durch Eure Hand gefallen zu ſein. Franzesko Fano gönnt Niemand die Ehre, ihn beſiegt zu haben, er weiß zu ſterben.

Mit wildem Satze ſprang er zurück in die praſſelnde Flamme, Qualm entzog ihn den Blicken. Dann donnerte ein Schuß aus der Gluth; eine Minute nachher brach krachend das Dach zuſammen und die Flammen ſchlugen hoch auf. Franzesko Fano und ſeine Familie hatten den Untergang gefunden.

Schaudernd ſtanden die Männer an der Stätte der Zerſtörung. Dieſes Ende des wilden Banditen füllte ſie mit Entſetzen.

Man harrte noch bis zum Morgen, ob ſich vielleicht noch ein Mitglied der Bande zeige, aber es blieb ſtill, und als die Sonne ſich erhob, trat die Schaar mit den Verwundeten und drei Todten den Rückweg nach Arpino an.

Hier fand Monte Chriſto den Brief Haidee's, welcher ihn nach Neapel zurückrief, und er reiſte ſogleich ab.

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