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dem, welcher Fano fangen würde, tauſend Ducato Extrazulage, für jeden anderen Banditen aber fünfhundert. Dieſes wirkte Wunder⸗ die Augen der Männer blitzten und ſie verſprachen ihr Möglichſtes zu thun.
Vorſichtig vorſchleichend entdeckte man endlich die Hütte Fano's, ſuchte ſich aber möglichſt zu verbergen, um weder von dort, noch von dem Wieſengrunde, wo die Heerde weidete und wo, wie man deutlich ſah, ein Mann auf einem erhöhten Punkte ſtand, welcher von dort aus die ganze Umgebung beobachten konnte, bemerkt zu werden.
Nun theilten ſich die Gensd'armen und gleich Katzen, durch das Geſträuch ſich ſchleichend, ſuchten ſie von allen Seiten die Hütte zu umſtellen. Monte Chriſto und ſeine zwei Begleiter folgten in einiger Entfernung Denen, welche den nach Arci laufenden Felſen⸗ pfad ſich hinab zu winden ſuchten.
Hier ſahen ſie zwei Männer hinan kommen, es waren Bene⸗ detto und Lippi, denen ſie jetzt gebieteriſch Halt befahlen.
Benedetto, obgleich auf das Höchſte überraſcht, verlor doch die Geiſtesgegenwart nicht.— Raſch ſich wendend ſprang er den Felſen⸗ weg wieder hinab; Lippi folgte, und es begann nun eine Hetzjagd, denn die Gensd'armen, ſich verrathen ſehend, hatten jetzt keinen Grund mehr, um weitere Vorſicht zu beobachten, ſie ſuchten die Fliehenden, welche ſie für Mitglieder der Fano'ſchen Bande halten mußten, zu ereilen und zugleich die Hütte des Hauptmanns zu er⸗ reichen, um ſich dieſer wichtigen Perſon zu verſichern.
Benedetto, welcher ſich durch ein Paar ſchnellfüßige Verfolger faſt ereilt ſah, wandte ſich, ſchoß auf ſie und verwundete einen von ihnen. Erbittert gab jetzt auch der Getroffene Feuer, ohne jedoch zu treffen. Benedetto und Lippi gewannen einen Augenblick Zeit, ſich über ein Felſenſtück zu ſchwingen, durch ein Gebüſch zu dringen, und die Flucht nach der Wieſenfläche zu nehmen, wo die kleine Heerde weidete. Einige unwirkſame Schüſſe wurden ihnen nachgeſchickt.
Schon der erſte Schuß hatte für die Uebrigen als Signal ge⸗ golten, ſie brachen nun von allen Seiten hervor und ſtürmten auf die Hütte ein.
Franzesko Fano und ſein Sohn, ſtets argwöhniſch, ſtets auf der Lauer, hatten ſchon bei dem erſten Lärm ihre Waffen ergriffen,


