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ſind Edmond Dantes Hochzeitsgeſchenk für den Sohn ſeines ehe⸗ 4 1 nit
maligen Patrons, Morrel. Fräulein v. Villefort wird dieſe Seg
Schätze mit Dir theilen, denn ich beſchwöre ſie, all ihr Vermö⸗
gen, das von ihrem Vater ſtammt, der wahnſinnig geworden iſt, Fre⸗
ſo wie das ihres Bruders, der am letzten September mit ihrer Stiefmutter zugleich beerdigt wurde, den Armen zu geben! 2 Frei
„Bitte den Engel, der über Dein Leben wachen wird, Mor⸗
rel, zuweilen auch für einen Mann zu beten, der ſich, wie Satan, eine
einen Augenblick lang Gott gleich geglaubt hat, und nun mit aller
Demuth eines Chriſten erkennt, daß allein in den Händen Gottes der
die erhabene Macht und unendliche Weisheit iſt. Mögen Valenti⸗ den
nens reine Gebete die Gewiſſensbiſſe mildern, die an dem Grunde ſeines Herzens nagen.“
„Höre nun Du, Morrel, das Geheimniß meines Betragens gegen Dich. Es giebt weder Glück noch Unglück in der Welt, ſondern man vergleicht nur einen Zuſtand mit dem andern, das iſt Alles. Nur der, welcher den höchſten Schmerz empfunden, iſt der erhabenſten Glückſeligkeit fähig und werth. Man muß ſterben gewollt haben, Maximilian, um zu wiſſen, wie ſüß das Leben iſt!
„Lebt und ſeid glücklich, geliebte Kinder meines Herzens, und vergeßt niemals, daß bis zu dem Tage, an welchem Gott gnädig die Zukunft des Menſchen entſchleiern wird, alle menſch⸗ liche Weisheit in den beiden Worten enthalten iſt:
„Warten und Hoffen!“
Dein Freund,
—m
Edmond Dands— Graf v. Monte⸗Chriſto.“
Während Morrel dieſen Brief las, der Valentine von dem Wahnſinn ihres Vaters, und dem Tode ihres Bruders und ihrer Stiefmutter unterrichtete, erbleichte das arme Mädchen oft, ein ſchmerzlicher Seufzer entwand ſich ihrer Bruſt und Thränen ent⸗ ſtürzten ihren Augen.... Ach ſie hatte ihr Glück ſehr theuer erkauft.— Morrel ſah ſich unruhig ringsum.— 5
„Aber,“ ſprach er,„der Graf übertreibt ſeine Großmuth,.
nicht wahr, meine Valentine hätte ſich mit meinem beſcheidenen
Vermögen begnügt? Aber wo iſt mein väterlicher Freund, führe t mich zu ihm!“ V Jacopo ſtreckte die Hand nach dem Horizonte aus. p „Wie! was wollen Sie ſagen?“ fragte Valentine,„wo iſt der Graf? wo iſt Haydée?“ „Sehen Sie,“ ſprach Jacopo. Die Augen der beiden Liebenden folgten der bezeichneten b Richtung, und in der dunkelblauen Linie, die den Horizont vom
—— ereew
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