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ſ d79,. bedenken Sie die, welche vor Hunger geſtorben ind.“. Danglars dachte an den ſterbenden Greis, der in einſamen Nächten der letzten Zeit ſeinem geiſtigen Auge erſchienen war.
Er ſchlug mit dem Kopfe gegen die Erde und heulte dumpf.
„Ja,“ ſagte er,„es iſt wahr, es giebt Perſonen, die noch mehr gelitten haben als ich, aber die waren wenigſtens Märtyrer.“
„Sie bereuen alſo?“ fragte eine finſtere, ernſte Stimme, bei deren Klange Danglars Haar ſich ſträubte.
Sein geſchwächter Blick verſuchte die Gegenſtände zu unter⸗ ſcheiden, und er ſah hinter dem Banditen eine hohe in einen Man⸗ tel gehüllte, männliche Figur.
„Was ſoll ich bereuen?“ murmelte er.
„Das Böſe, was Sie gethan,“ ſprach dieſelbe Stimme.
„O ja, ich bereue! ich bereue!“ ſchrie Danglars.
Und er zerwühlte ſein Haar mit ſeinen fleiſchloſen Fingern.
„Der Graf von Monte⸗Chriſto,“ ſchrie Danglars, noch bleicher vor Schrecken als vorher vor Hunger und Elend.
„Sie irren ſich, ich bin nicht der Graf von Monte⸗Chriſto.“
„Wer ſind Sie denn?“
„Ich bin der, den Sie verkauft, verrathen, entehrt haben, ich bin der, dem ſie die Braut abwendig gemacht haben, ich bin der, deſſen Vater Sie dem Hungertode überliefert haben, ich bin der, welcher ſinken mußte, damit Sie ſteigen konnten, und dennoch ver⸗ zeihe ich Ihnen, weil auch ich der Verzeihung bedarf; ich bin Ed⸗ mond Dantes.“
Danglars ſtieß einen lauten Schrei aus, dann ſank er zu⸗ ſammen.—
„Erheben Sie ſich,“ ſprach der Graf,„Ihr Leben iſt gerettet, Ihren beiden Mitſchuldigen iſt daſſelbe Glück nicht geworden, der Eine iſt wahnſinnig, der Andere iſt todt! Die Ihnen gebliebenen fünfzigtauſend Francs mögen Sie behalten, die fünf Millionen, die Sie den Hoſpitälern entwendet, ſind denſelben von unbekannter Hand wiedererſtattet.“
„Und jetzt eſſen und trinken Sie, dieſen Abend ſind Sie mein Gaſt.“
„Vampa, ſobald dieſer Mann geſättigt ſein wird, iſt er frei.⸗
Danglars blieb auf der Erde liegen, bis der Graf ſich ent⸗ fernte, dann erhob er ſich und ſah nur noch einen dunkeln Schat⸗ ten durch die Gänge eilen, vor dem alle Banditen ſich tief ver⸗ neigten.
Wie der Graf befohlen, ward Danglars von Vampa ſelbſt, und zwar fürſtlich bedient und dann in einem bequemen Wagen auf den Weg gebracht.


