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für dieſen Tag keine Ausgaben machen zu müſſen, denn er hatte
ſich, als ſparſamer Mann, die Hälfte ſeines Huhns und Brods
aufbewahrt und in einem Winkel der Zelle verſteckt.
Aber kaum hatte er gegeſſen, als er heftigen Durſt verſpürte, daran hatte er nicht gedacht⸗
Er kämpfte dagegen, bis ſeine Zunge an dem Gaumen klebte.
Endlich konnte er dem verzehrenden Feuer nicht länger wider⸗ ſtehen, er rief.
Die Schildwache öffnete die Thür, es war ein neues Geſicht.
Danglars hielt mehr von ſeinem alten Bekannten, er rief Peppino.
„Da bin ich, Excellenza,“ ſprach dieſer mit einer Eile erſchei⸗ nend, die Danglars ein gutes Zeichen ſchien,„was wünſchen Sie?“
„Zu trinken“ ſagte der Gefangene.
„Excellenza,“ ſprach der Bandit,„Sie werden wiſſen, daß der Wein in der Umgegend von Rom außerordentlich theuer iſt.“
„Gut, Waſſer denn,“ ſagte Danglars, aus der Noth eine Tugend machend.
„O, Excellenza, Waſſer iſt noch viel ſeltener als Wein, es iſt ſo trocken!“
„Ach,“ ſagte der Banquier ſich zum Lachen zwingend, obgleich vor Aerger zitternd,„ach ich verſtehe! Alſo ich wünſche ein Glas Wein, Freund, werden Sie mir das verweigern?“
„Ich ſagte Ihnen ſchon, Excellenza,“ entgegnete Peppino ernſt, „daß wir nicht im Detail verkaufen.“
„Alſo eine Flaſche Wein!“
„Welche Sorte?“
„Den mindeſt theuerſten.“
„Sie haben alle denſelben Preis.“
„Und der iſt?“
„Fünfundzwanzigtauſend Francs die Flaſche.“
„Ach,“ ſchrie Danglars mit einer Bitterkeit, wie ſie nur ein Harpagon in den Ton der menſchlichen Stimme legen kann,„ſagen Sie mir lieber gerade heraus, ob Sie mich ausplündern wollen, das wird raſcher abgemacht ſein, als auf dieſe Weiſe, Fetzen für
Fetzen.“
„Ja,“ ſagte Peppino,„es iſt möglich, daß das die Abſicht des Herrn iſt.“
„Der Herr, wer iſt das?“
„Der, dem Sie geſtern vorgeſtellt wurden.“
„Wo iſt er?“
„Hier.⸗
„Ich wünſche ihn zu ſehen.“
„Das iſt ſehr leicht.“..
Wenige Augenblicke ſpäter erſchien Luigi Vampa bei Danglars.
„Sie haben mich rufen laſſen?“ fragte er.


