XCIV. Bater und LTochter.
Wir ſahen in dem vorigen Kapitel, daß die Baronin Dang⸗ lars der Frau von Villefort die bevorſtehende Vermählung Euge⸗ niens mit dem Herrn Andrea Cavalcanti bekannt machte.
Dieſer öffentlichen Bekanntmachung war jedoch eine Scene vor⸗ angegangen, die wir unſern Leſern nicht vorenthalten dürfen.
Wir bitten ſie alſo, einige Schritte zurück zu gehen, und ſich in den ſchön vergoldeten Salon zu verſetzen, den wir kennen und auf den ſein Eigenthümer, Herr Danglars, ſo ſtolz war.
Ungefähr zehn Uhr Morgens ging der Banquier in dieſem Salon ziemlich unruhig und gedankenvoll auf und ab, oft nach den verſchiedenen Thüren blickend, und bei jedem Geräuſch ſtehen bleibend.
Als ſeine Geduld endlich erſchöpft war, klingelte er dem Kam⸗ merdiener.
„Etienne,“ rief er,„fragen Sie, weshalb Fräulein Eugenie mich hat bitten laſſen, hierher zu kommen, und weshalb ſie mich
ſo lange warten läßt.“
Nachdem der Ausbruch übler Laune vorüber war, beſänftigte ſich der Banquier allmälig wieder.
Wirklich hatte Fräulein Danglars ihren Vater um eine Un⸗ terredung bitten laſſen, und den vergoldeten Salon als den Ort der Zuſammenkunft beſtimmt. Dieſer Schritt hatte Danglars, der
den kalten Charakter ſeiner Tochter kannte, ſo überraſcht, daß er ſich
ihrem Wunſche augenblicklich fügte. Etienne kam zurück. „Die Kammerfrau des Fräuleins hat mir geſagt, daß das
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