Teil eines Werkes 
6 (1870)
Entstehung
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XCIII.

Der Selbſtmord.

Auch Monte⸗Chriſto war mit ſeinen beiden Begleitern zur Stadt zurückgekehrt.

Der Rückweg war heiter. Emanuel verhehlte die Freude nicht, daß der Friede über den Krieg geſiegt hatte, und geſtand laut ſeine menſchenfreundlichen Geſinnungen. Morrel ließ, in eine Wagen⸗ ecke zurückgelegt, die Heiterkeit ſeines Schwagers ſich in Worten

Luft machen, ſeine Freude war tiefer, inniger, aber ſie glänzte nur

in ſeinem Blicke. An der Barriere du Tröne bemerkten ſie Bertuccio, der, ſie

erwartend, ſtarr und unbeweglich daſtand, wie eine Schildwache

auf ihrem Poſten. A

Der Graf wechſelte einige leiſe Worte mit ihm, worauf der Haushofmeiſter enteilte.

Als ſie auf der Place royale ankamen, bat Emanuel um die Erlaubniß, ſich entfernen zu dürfen, damit ſeine Frau ſich weder um ihn noch um den Grafen länger ängſtige.

Ich würde den Herrn Grafen bitten, uns zu begleiten, ſagte Morrel,er hat gewiß gleichfalls zagende Herzen zu beruhigen, wir wollen uns deßhalb Beide empfehlen.

Halt, meine Freunde, rief Monte⸗Chriſto,berauben Sie mich nicht plötzlich meiner beiden Begleiter, beruhigen Sie Ihre liebenswürdige Frau, der ich mich auf das Verbindlichſte zu empfeh⸗ len bitte, und begleiten Sie, Morrel, mich nach den elyſäiſchen

Feldern.

Herzlich gern, Graf, um ſo lieber, da ich in Ihrer Gegend Geſchäfte habe.