Teil eines Werkes 
5 (1870)
Entstehung
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1161

Bei dieſem Namen ward ein Gemurmel der Ueberraſchung in der Verſammlung gehört; ſeit vorigem Tage war dieſer Name in Aller Munde.

Beſſer als Alle begrieff Albert dieſe Anſpielung, und er wollte dem Grafen, ſeinen Handſchuh in das Geſicht werfen, aber Morrel faßte ſeine Hand, während Beauchamp und Chateau⸗Renaud, fürch⸗ tend, der Auftritt möge die Grenzen einer Herausforderung über⸗ ſchreiten, ihn an Rocke zurückzogen.

Aber Monte⸗Chriſto ergriff, ohne aufzuſtehen, den feuchten, zer⸗ knitterten Handſchuh.

„Mein Herr,“ ſagte er mit furchtbarem Ausdrucke,„ich nehme dieſen Handſchuh für geworfen, und ich werde Ihnen denſelben mit einer Kugel zurückſenden. Jetzt gehen Sie augenblicklich, oder ich laſſe Sie von meinen Bedienten aus der Thür werfen.“

Betäubt, irre und mit von Blut unterlaufenen Augen trat Albert zwei Schritte zurück.

Morrel benutzte den Augenblick und ſchloß die Thür.

Monte⸗Chriſto nahm ſein Glas und lorgnirte weiter, als ſei nichts vorgefallen.

Dieſer Mann hatte ein Herz von Bronze und ein Geſicht von

Marmor. Morrel neigte ſich zu ihm und fragte: „Was haben Sie ihm gethan?“ „Ich? Nichts, perſönlich wenigſtens,“ ſagte der Graf. „Aber dieſer ſonderbare Vorfall muß doch eine Urſache haben?“

„Die unſelige Geſchichte ſeines Vaters hat dem Armen den Verſtand geraubt.“

„Sind Sie denn bei der Sache betheiligt?“

„Durch Haydée iſt die Kammer von dem Verrath des Grafen benachrichtigt.“

„In der That,“ ſagte Morrel,„man ſagte mirs, aber ich wollte nicht glauben, daß dieſe Griechin, welche ich hier bei Ihnen

in dieſer Lage geſehen habe, die Tochter Ali Paſcha's ſei.“

„Und doch iſt es wahr.“ „Ach mein Gott jetzt begreife ich Alles„“ rief Morrel,„dieſe

Scene war im Voraus abgekartet.“

„Wie das?“

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