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Es klopfte den Grafen Jemand vertraulich auf die Schulter,
er wandte ſich um und erblickte Danglars. „Ach Sie ſind es, Baron,“ ſagte er.
*„Weshalb nennen Sie mich Baron, Sie wiſſen, ich halte nichts auf dieſen Titel, ich bin darin nicht wie Sie, Graf Albert, Sie geben viel auf Ihren Titel, nicht wahr?“
1„Gewiß,“ entgegnete dieſer,„wäre ich nicht Graf, ſo würde
ich nichts ſein, während Sie ohne Ihren Titel immer noch Mil⸗
ten.“ 1 lionär bleiben.“
G„Das ſcheint mir der beſte Titel unter dem Juli⸗Königthum,“
ſt von ſagte Danglars. „Unglücklicherweiſe,“ ſprach Monte⸗Chriſto,„iſt man nicht für's ganze Leben Millionär, wie man Pair, Baron oder Academiker iſt. ver⸗ 3 Die Millionäre Frank und Poulmann in Frankfurt haben zum hmei⸗ Beiſpiel Bankerott gemacht!“ „Wahrhaftig?“ fragte Danglars erbleichend. „Ich habe die Nachricht dieſen Abend durch einen Courier er⸗ halten, ich hatte ungefähr eine Million bei ihnen, aber bei Zeiten benachrichtigt, forderte ich vor etwä einem Monate die ganze Zahlung.“ r ſch„O mein Gott,“ ſagte Panglars,„ſie haben für zweimal hben hunderttauſend Franks auf mich gezogen.“ 1 habt 1„Nun gut, ſo ſind Sie hiermit vorbereitet, Ihre Unterſchrift 3 gilt fünf für hundert.“ ander„Ja, aber ich erfahre dies zu ſpät, denn ich habe ihre Unter⸗ ſchrift honorirt.“ „Gut,“ ſagte Monte⸗Chriſto,„alſo noch zweimal hunderttauſend Ju⸗ Franks ſind den andern nachgefolgt.“ lnf„Zum Teufel,“ rief Danglars,„ſprechen Sie doch nicht davon, das und beſonders,“ flüſterte er, Monte⸗Chriſto näher tretend,„nicht ein gegen den jungen Cavalcanti.“ Dieſer erſchien ſoeben, der Ban⸗ quier beeilte ſich, ihn zu begrüßen. nich Morcerf hatte den Grafen verlaſſen, um ſeine Mutter aufzu⸗ ſuchen; dieſer war alſo allein. . Die Wärme ward indeſſen immer drückender, die Diener boten ſign den Gäſten Eis und Früchte an. Monte⸗Chriſto kühlte ſein glühendes von Schweißtropfen be⸗


