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LXX. Erkundigungen.
Herr von Villefort hielt Frau von Danglars und ſich ſelbſt Wort, indem er zu erfahren ſtrebte, wie Monte⸗Chriſto zu der Ge⸗
ſchichte des Hauſes von Auteuil gekommen war.
Er ſchrieb noch denſelben Tag an einen gewiſſen Herrn von Boville, welcher, früher Inſpector der Gefängniſſe, jetzt eine ziemlich hohe Stelle bei der Sicherheits⸗Polizei bekleidete, um die gewünſchten Aufſchlüſſe zu erhalten, und dieſer verlangte zwei Tage, um genaue Nachrichten geben zu können.
Nach Verlauf dieſer Zeit erhielt Herr von Villefort folgende Note:
„Die Perſon, welche man den Grafen von Monte⸗Chriſto nennt, iſt beſonders von Lord Wilmore, einem reichen Fremden, der zu⸗ weilen in Paris lebt, und ſich auch jetzt vort aufhält, gekannt. Gleichfalls kennt ihn der Abbé Buſoni, ein ſizilianiſcher Prieſter, welcher einen großen Ruf im Orient hat, woſelbſt er ſehr viel Gutes gethan.“
Herr von Villefort gab ſogleich Befehl, über dieſe beiden Fremden die genaueſten und ſicherſten Erkundigungen einzuziehen, und erhielt folgende Antwort:
Der Abbé war nur auf einen Monat in Paris und bewohnte hinter Saint⸗Sulpice ein kleines einſtöckiges Haus von vier Zimmern, deſſen einziger Miether er war. Eines dieſer Zimmer war ein ſehr einfach eingerichteter Eßſaal, eines ein eben ſo einfaches getäfeltes Geſellſchaftszimmer ohne alle Verzierungen. Kurz, man ſah, der
Abbé beſchränkte ſich nur auf das Allernothwendigſte.
In einem andern Salon befand ſich die aus theologiſchen
Schriften und Manuſcripten beſtehende Bibliothek, in der unſer
Abbé ſich faſt beſtändig aufzuhalten pflegte.
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