Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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aus dem Opfer einen Märtyrer und aus dem Thäter einen Henker im vollſten Sinne des Wortes machen, aus dem Wege räumen; wenn dabei kein Blutvergießen, kein Geheul, keine Verzerrungen ſtattfinden, wenn beſonders jene augenblickliche und compromittirende Ausführung wegfällt, dann entgehen Sie dem Blitzſtrahle des menſch⸗ lichen Geſetzes, das zu Ihnen ſagt:Störe die Ruhe der Geſell⸗ ſchaft nicht! So handeln und reuſſixen die Orientalen, ernſte, phlegmatiſche Menſchen, die ſich wenig um die Zeitfragen, bei Con⸗ juncturen von einiger Wichtigkeit kümmern.

Es bleibt aber immer noch das Gewiſſen, ſagte Frau von Villefort mit bewegter Stimme und einem unterdrückten Seufzer.

Ja, entgegnete Monte⸗Chriſto,ja, glücklicherweiſe bleibt das Gewiſſen, ohne welches man ſehr glücklich wäre. Nach jeder etwas energiſchen Handlung iſt es das Gewiſſen, das uns aufrecht hält, denn es gewährt uns tauſend gute Entſchuldigungen, deren Richter wir nur ſelbſt ſind; und dieſe Gründe, ſo köſtlich ſie ſind, um un⸗ ſeren Nächſten den Schlummer zu ſichern, wären vielleicht von ſehr geringem Einfluſſe, um vor einem Tribunale uns das Leben zu retten. Richard III. z. B. bedurfte ſehr ſeines Gewiſſens, nach der Erſtickung der Söhne Eduard IV.; wirklich, er konnte ſich ſagen: dieſe beiden Kinder eines harten Vaters, die gewiß ſeine Eigen⸗ ſchaften geerbt hatten, was ich allein an ihren jugendlichen Ge⸗ müthern erkennen konnte, dieſe beiden Kinder hinderten mich, das engliſche Volk zu beglücken, deſſen Unglück ſie jedenfalls begründet hätten. So auch wurde Lady Macbeth von ihrem Geviſſen bedient, die, was Shakeſpeare auch ſagen mag, nicht ihrem Manne, ſondern ihrem Sohne einen Thron geben wollte. Ach! die Mutterliebe iſt eine ſo große Tugend, ein ſo gewaltiger Hebel, daß ſie Vieles ent⸗ ſchuldiget; auch wäre nach Duncan's Tode Lady Macbeth ohne Gewiſſen eine ſehr unglückliche Frau geweſen.

Frau von Villefort verſchlang gierig dieſe entſetzlichen Grund⸗ ſätze, die der Graf mit ſeiner eigenthümlichen, unbefangenen Ironie aufſtellte.

Dann ſagte ſie nach kurzem Schweigen:

Wiſſen Sie wohl, Herr Graf, daß Sie ſchreckliche Behaupt⸗ ungen aufſtellen und die Welt durch ein ſehr trübes Glas ſehen? Haben Sie denn die Welt in dem Deſtillirkolben und unter der