Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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fragen, Madame, ſprach Monte⸗Chriſto, ſich verneigend;verzeihen Sie mir, ich wollte nicht unbeſcheiden ſein.

Unbeſcheiden, ſagen Sie? O! wie glücklich machen Sie uns im Gegentheil, Herr Graf, indem Sie uns Gelegenheit geben, uns über dieſen Gegenſtand auszuſprechen! Wenn wir die ſchöne Hand⸗ lung, an welche dieſe Börſe erinnert, wie ein Geheimniß verbergen wollten, würden wir ſie nicht ſo allen Blicken ausſetzen. O! wir möchten dieſelbe in der ganzen Welt bekannt machen, damit ein Zittern unſeres unbekannten Wohlthäters uns ſeine Gegenwart verriethe.

Ah! wirklich, brachte Monte⸗Chriſto mit erſtickter Stimme hervor.

Herr Graf, ſagte Maximilian, die Glocke aufhebend und die Börſe küſſend,dieſe Börſe lag einſt in der Hand eines Mannes, der meinen Vater vom Selbſtmorde und vom Banquerott, und unſern Namen von der Schande errettet hat; eines Mannes, durch den wir armen, dem Elend und den Thränen geweihten Kinder heute unſer Glück preiſen hören können. Dieſer Brief, Maxi⸗

milian übergab bei dieſen Worten den Brief, den er aus der

Börſe genommen hatte,dieſer Brief wurde von ihm geſchrieben, an dem Tage, wo mein Vater einen ſehr verzweiflungsvollen Ent⸗ ſchluß gefaßt hatte, und dieſen Diamant ſchenkte derſelbe Unbe⸗ kannte meiner Schweſter zu ihrer Ausſteuer.

Monte⸗Chriſto entfaltete den Brief und las ihn mit einem unbeſchreiblich glücklichen Gefühle; es war das unſern Leſern be⸗ kannte, an Julie gerichtete undSindbad der Seefahrer unter⸗ zeichnete Billet.

Unbekannt ſagen Sie? Alſo iſt der Mann, der Ihnen dieſen Dienſt leiſtete, Ihnen unbekannt geblieben?

Ja, mein Herr, niemals haben wir das Glück gehabt, ſeine wohlthätige Hand zu drücken; indeſſen liegt es nicht daran, daß wir nicht täglich um dieſe Gunſt zu Gott gefleht hätten, fügte Maximilian hinzu,aber es waltet über dieſe ganze Begebenheit etwas Geheimnißvolles, das wir nicht begreifen können, ſie wurde wie durch die Hand eines unſichtbaren Zauberers geleitet.

O! fiel Julie ein,ich habe noch nicht alle Hoffnung auf⸗ gegeben, dieſe Hand noch eines Tages zu küſſen, wie ich jetzt dieſe