Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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Schmerzen empfunden, obgleich ſie auf einen kleinen Geſichtskreis beſchränkt waren.

Und hat Gott Ihnen, wie er immer thut, nach dem Leiden den Troſt gegeben? fragte Monte⸗Chriſto.

Ja, Herr Graf, das können wir wohl ſagen, antwortete Julie,denn er hat für uns gethan, was er nur für ſeine Aus⸗ erwählten thut, er hat uns einen ſeiner Engel geſendet.

Die Röthe ſtieg in die Wangen des Grafen, und er huſtete, um einen Vorwand zu haben, ſein Tuch an den Mund zu halten, und ſo ſeine Bewegung zu verbergen.

Diejenigen, die in einer Purpurwiege lagen, und nie etwas zu wünſchen hatten, wiſſen nicht was das ſagen will, das Glück, zu leben; ſo wie diejenigen nicht den Werth eines heitern Himmels kennen, die niemals auf vier Bretern, dem ungeſtümen Meere an⸗ vertraut, ihr Leben gewagt haben.

Monte⸗Chriſto ſtand auf, und da er nicht im Stande war, etwas zu erwidern, weil das Beben ſeiner Stimme die Aufregung ſeines Innern verrathen haben würde, ging er mit großen Schritten in dem Salon umher.

Sie lächeln über unſere Pracht, Herr Graf, ſagte Maxi⸗ milian, der Monte⸗Chriſto mit den Augen folgte.

Nein, nein, antwortete dieſer, ſehr bleich, und die Schläge ſeines Herzens mit einer Hand unterdrückend, während er mit der andern auf eine Glas⸗Glocke deutete, unter welcher eine ſeidene Börſe ſorgfältig auf einem ſchwarzen Sammet⸗Kiſſen gebettet lag. Ich wundere mich nur über dieſe Börſe, in der, wie es mir ſcheint, auf einer Seite ein Papier und auf der andern ein ziem⸗ lich ſchöner Diamant ſich befindet.

Maximilian antwortete mit ernſter Miene und feierlichem Tone:

Dieſes, mein Herr Graf, iſt unſer köſtlichſter Familienſchatz.

Wirklich, dieſer Diamant iſt ſchön, erwiderte Monte⸗Chriſto.

O! mein Bruder meint nicht den Werth des Steines, ob⸗ gleich er hunderttauſend Franken geſchätzt iſt, Herr Graf; er will nur ſagen, daß die Gegenſtände, welche dieſe Börſe enthält, die Reliquien des Engels ſind, von dem eben die Rede war, fiel Julie ein.

Das kann ich nicht verſtehen, und darf doch nicht danach

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