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ſpreche? Mein Vater nannte mich ſeine Freude, Du nennſt mich Deine Liebe, und alle Beide nanntet Ihr mich Euer Kind.“
„Erinnerſt Du Dich Deines Vaters, Haydée?“
Das junge Mädchen lächelte.
„Er iſt hier und hier,“ ſagte ſie, ihre Hand auf Herz und Augen legend.
„Und ich, wo bin ich?“ fragte Monte⸗Chriſto lächelnd.
„Du,“ ſagte ſie,„Du biſt überall.“
Monte⸗Chriſto ergriff ihre Hand, um ſie zu küſſen, aber das kindliche Mädchen zog die Hand zurück und bot ihm die Stirn.
„Jetzt, Haydée,“ ſagte er,„weißt Du, daß Du frei biſt, daß Du Herrin, ja Königin biſt: Du kannſt Deinen Anzug beibehalten, oder ihn verändern, wie es Dir gefällt! Du kannſt hier bleiben, wenn Du willſt, ausgehen, wenn Du willſt; ein Wagen wird immer für Dich angeſpannt ſein; Ali und Myrtho werden Dich überall begleiten und Deine Befehle vollziehen; nur um Eins bitte ich Dich.“
„Sprich.“ 4
„Bewahre das Geheimniß Deiner Geburt, ſage nie und Nie⸗ mandem ein Wort über Deine Vergangenheit; ſprich unter keiner Bedingung den Namen Deiner erlauchten Eltern aus.“
„Ich habe Dir ſchon geſagt, Herr, ich werde Niemand ſehen.“
„Höre, Haydée, dieſe orientaliſche Abgeſchloſſenheit wird ſich in Paris vielleicht nicht durchführen laſſen; lerne die Lebensweiſe in den nördlichen Ländern kennen, wie Du die von Rom, Forenz, Mailand und Madrid kennen gelernt haſt; das wird Dir immer nützlich ſein, Du magſt hier bleiben, oder nach dem Orient zurück⸗ kehren.“
Das junge Mädchen blickte den Grafen mit ihren großen feuch⸗ ten Augen an und ſagte:“
„Oder wenn wir nach dem Orient zurückkehren, willſt Du ſa⸗ gen, nicht wahr, o Herr?“
„Ja, meine Tochter,“ antwortete Monte⸗Chriſto,„Du weißt wohl, daß ich mich aus eigenem Antriebe nie von Dir trennen werde. Der Baum verläßt nicht die Blume; die Blume verläßt den Baum.“
„Ich werde Dich niemals verlaſſen, Herr,“ ſprach Haydée, „denn ich weiß, daß ich ohne Dich nicht leben kann.“
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