Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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XXXVIII.

& Die Katakomben von Sau⸗Sebaſtiano.

Vielleicht hatte Franz in ſeinem Leben nicht einen ſo ſchnell wechſelnden Eindruck empfunden, nie einen ſo ſchnellen Uebergang von der Fröhlichkeit zum Trübſinn, als in dieſem Augenblicke; es war, als habe Rom unter dem magiſchen Hauche irgend eines Geiſtes der Nacht ſich in ein weites Grab verwandelt. Zufällig war der Mond im Abnehmen und ging alſo erſt gegen elf Uhr Abends auf, wodurch die Finſterniß noch undurchdringlicher wurde; die Straßen, welche der junge Mann zu paſſiren hatte, waren alſo in die tiefſte Dunkelheit ve ſenkt. Uebrigens war der Weg kurz, und nach zehn Minuten hielt der Wagen vor dem Hotel von London.

Das Eſſen wartete, und da Albert vorausgeſagt hatte, daß er vielleicht länger ausbleiben werde, ſetzte Franz ſich ohne ihn zu Tiſche. Meſſer Paſtrini, der ſie gewöhnlich beim Eſſen zu beſuchen pflegte, erkundigte ſich nach der Urſache von Alberts Abweſenheit, aber Franz begnügte ſich, ihm zu ſagen, daß er am vorigen Abend eine Einladung erhalten hätte, der er gefolgt ſei. Das ſchnelle Er⸗ löſchen der Moccoletti, die völlige Dunkelheit, die ſo plötzlich der großen Helle, das Schweigen, das dem Lärm folgte, hatten eine gewiſſe Traurigkeit in Franzens Geiſte hervorgerufen, die nicht ohne Unruhe war. Er war alſo beim Eſſen ſehr ſtill, ungeachtet der Aufmerkſamkeit ſeines Wirthes, der mehre Male kam, um ſich zu erkundigen, ob Excellenz nichts zu befehlen habe.

Franz hatte beſchloſſen, ſo lange als möglich auf Albert zu warten. Er beſtellte alſo den Wagen um elf Uhr und bat Meſſer Paſtrini, ihn ſogleich zu benachrichtigen, wenn Albert, es möge ge⸗ ſchehen wenn es wolle, im Hotel erſcheine. Um elf Uhr war Albert noch nicht zurückgekehrt. Franz kleidete ſich an und fuhr fort, ſeinen

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