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Coſtüm viel zu dem Nationalausdruck, den wir manchen Völker⸗ ſchaften zugeſtehen, beitragen mag. Sind die Türken, in ihrer ſonſt ſo maleriſchen Kleidung ſo majeſtätiſch, nicht abſcheulich jetzt, in ihren blauen, von oben bis unten zugeknöpften Ueberröcken, mit ihren griechiſchen Käppchen, in denen ſie ausſehen wie rothgeſiegelte Flaſchen. Franz machte Albert ſein Compliment, der übrigens vor dem Spiegel ſtehend, mit einem unzweideutigen Wohlgefallen ſich betrachtete. In dieſem Augenblicke trat der Graf v. Monte⸗Chriſto herein.
„Meine Herren,“ ſagte er,„ſo angenehm ein Begleiter im Vergnügen iſt, ſo iſt doch die Freiheit noch angenehmer: ich komme deshalb, Ihnen zu fagen, daß ich Ihnen für heute und die folgenden Tage die Equipage, kren Sie ſich geſtern bedient haben, überlaſſe. Unſer Wirth wird Ihnen geſagt haben, daß ich deren vier bei ihm ſtehen habe, Sie mich alſo derſelben nicht berauben; bedienen Sie ſich alſo ihrer ganz nach Gefallen, ſei es zum Vergnügen, ſei es in Geſchäften. Unſere Zuſammenkunft, wenn Sie mir etwas zu ſagen haben, oder des Umherfahrens müde ſind, bleibt im Palais Rospoli.“
Die jungen Leute wollten erſt einige Einwendungen machen, fanden aber eigentlich keinen Grund, ein ſo angenehmes Anerbieten auszuſchlagen, und nahmen es alſo dankbar an.
Der Graf blieb etwa eine Viertelſtunde bei ihnen, und unter⸗ hielt ſich über alle Gegenſtände mit ausnehmender Leichtigkeit. Die Literatur aller Länder war ihm, wie man ſchon bemerkt haben wird, ſehr bekannt. Ein Blick auf die Wände ſeines Salons, hatte den jungen Leuten gezeigt, daß er ein Freund und Kenner von Gemälden war. Einige zufällige Worte, die er im Vorbeigehen ſagte, bewieſen ihnen, daß er auch in Viſſeenſchaften nicht fremd war; beſonders ſchien er ſich mit Chemie beſchäftigt zu haben.
Die beiden Freunde waren nicht anmaßend genug, dem Grafen ein Frühſtück anzubieten; es wäre eine zu erbärmliche Revanche für Alles, was er ihnen ſchon geleiſtet hatte, geweſen, ihn, der an den köſtlichſten Tiſch gewöhnt war, zu dem ſehr mittelmäßigen Frühſtück des Herrn Paſtrini einzuladen. Sie ſagten ihm dies freimüthig, und er empfing ihre Entſchuldigungen, wie ein Mann, der ihre Delicateſſe zu würdigen wußte.
Albert war entzückt von den Manieren des Grafen, den er,


