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dieſe fluthende, luſtige, tolle Menge, mit den unſinnigſten Coſtümen; rieſige Kohlköpfe, die ſpazieren gehen, Büffelköpfe auf Menſchen⸗ leibern, Hunde, die auf den Vorderbeinen zu gehen ſchienen, Engel und Teufel, Heilige von Sündern verſucht, wie der heilige Antonius in der Wüſte, verſinnlichte Träume; male ſich dieſes Chaos Jeder nach eigener Phantaſie, aber ſo bunt, ſo grell als möglich, und er wird eine ſchwache Vorſtellung des Carnevals von Rom haben.
Bei der zweiten Tour ließ der Graf den Wagen halten und bat ſeine Begleiter, ihn zu entlaſſen und den Wagen zu behalten. Franz blickte auf, der Wagen hielt vor dem Palais Ruspoli und an dem mittelſten, weiß mit einem rothen Kreuz decorirten Fenſter ſtand ein blauer Domino, unter dem Franzens Phantaſie ſich die ſchöne Griechin vom Theater Argentina vorſtellte.
„Meine Herren,“ ſagte der Graf, ſich vom Wagen ſchwingend, „wenn Sie müde ſind, Acteure dieſes Schauſpiels zu ſein und das⸗ ſelbe lieber als Zuſchauer betrachten wollen, ſo wiſſen Sie, daß Sie Plätze an meinen Fenſtern haben; bis dahin disponiren Sie über meinen Kutſcher und meine Domeſtiken.“
Wir vergaßen zu ſagen, daß der Kutſcher des Grafen in einer ſchwarzen Bärenhaut ſtak, genau wie die des Odry im Bär und Baſſa, und daß die beiden Laquaien, die hinten auf ſtanden, grüne Affen darſtellten.
Franz dankte dem Grafen für ſein gütiges Anerbieten. Albert hatte mit einem Wagen voll romaniſcher Bäuerinnen Bekanntſchaft gemacht, welcher, wie der des Grafen, durch einen ſehr häufig vor⸗ kommenden Stillſtand der Wagenreihe aufgehalten war und den er mit Blumenſträußen überſchüttete. Unglücklicherweiſe ſetzte ſich der Zug wieder in Bewegung und während er nach der piazza del Popolo ſich hin bewegte, fuhr der, welcher Alberts Aufmerkſamkeit erregt hatte, nach dem venetianiſchen Palaſte hinauf.
„Ach! Franz,“ rief Albert,„haſt Du den Wagen mit romani⸗ ſchen Bäuerinnen geſehen, der eben aus der Reihe biegt?“
„Nein.“
„Achl ich bin überzeugt, daß es reizende Frauen ſind.“
„Welches Unglück, Albert, daß Du maskirt biſt, dies wäre der Augenblick, Dich für Deine bisherigen Mißgeſchicke in Liebesange⸗ legenheiten zu entſchädigen.“
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