„Auf! nicht faul! macht ein Ende mit dem Manne da, der ſchon drei Viertel todt iſt.“
„Gehſt Du hin, Albert?“ fragte Franz.
„Auf Ehre, ja, mein Lieber; ich ſchwankte wie Du, aber die Beredtſamkeit des Herrn Grafen hat mich beſtimmt.“
„So gehen wir denn hin, weil Du es willſt,“ ſagte Franz, „aber indem ich mich nach der piazza del Popolo begebe, möchte ich durch die Straße des Corſo gehen, iſt das möglich, Herr Graf?“
„Zu Fuß, ja; zu Wagen, nein.“
„Nun, dann werde ich zu Fuß gehen.“
„Iſt es nothwendig, daß Sie die Straße des Corſo paſſiren?“
„Ja, ich wünſche etwas daſelbſt zu ſehen.“
„Nun gut! wir wollen durch die Straße des Corſo gehen, wir werden den Wagen durch die Strada del Babuino nach der piazza del Popolo beſtellen, uns zu erwarten; übrigens iſt es mir auch recht lieb durch die Straße des Corſo zu gehen, weil ich da gleich ſehen kann, ob etwas, das ich beſtellt habe, geſchehen iſt.“
„Excellenza,“ ſagte der Laquai, die Thür öffnend,„ein Mann in der Kleidung der Büßenden verlangt Sie zu ſprechen.“
„Ach ja!“ ſagte der Graf,„ich weiß, was es iſt. Meine Herren, wollen Sie in den Salon zurückgehen, Sie finden auf dem Tiſche in der Mitte vortreffliche Havanna⸗Cigarren, ich bin gleich wieder bei Ihnen.“
Die beiden jungen Leute ſtanden auf und gingen durch eine Thür, während der Graf nach nochmaliger Entſchuldigung durch die andere ſich entfernte. Albert, der ein großer Raucher war und es als kein kleines Opfer anſah, ſeit er in Italien war, der Cigarren des Café de Paris beraubt geweſen zu ſein, näherte ſich dem Tiſche und ſtieß einen Ausruf der Freude aus, indem er ächte Puros erblickte.
„Nun!“ fragte ihn Franz,„was denkſt Du von dem Grafen von Monte Chriſto?“
„Was ich von ihm denke?“ antwortete Albert, ſichtlich erſtaunt über eine ſolche Frage;„ich denke, daß er ein ganz charmanter Mann iſt, der vortrefflich die Honneurs bei ſich macht, der viel ge⸗ ſehen, viel ſtudirt, viel nachgedacht hat, der, wie Brutus, von der ſtoiſchen Schule iſt, und,“ fügte er, mit Wohlbehagen eine Rauch⸗


