Teil eines Werkes 
2 (1870)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

454

gehen wir erſt zu Tiſche, denn eben wird uns gemeldet, daß ange⸗ 3 richtet iſt. 1 Wirklich öffnete in demſelben Augenblicke ein Laquai eine der 1 vier Thüren des Salons und ſprach die wichtigen Worte: 4 1 Al suo comodo! Die beiden jungen Leute folgten dem Grafen in das Speiſe⸗ iberl zimmer. Während des Frühſtücks, welches vortrefflich und mit nih, außerordentlicher Feinheit und Eleganz angerichtet war, beobachtete Rosp Franz Alberts Miene, um in derſelben den Eindruck zu leſen, den, plat wie er nicht zweifelte, die Reden ihres Wirthes auf ihn gemacht haben mußten; aber ſei es, daß er denſelben in ſeiner gewöhnlichen lieren Sorgloſigkeit keine beſondere Aufmerkſamkeit gewidmet hatte, oder hatte die Erklärung des Grafen über das Duell ihn mit ihm aus⸗ bin; geſöhnt, oder hatte das Vorhergegangene, was nur Franz bekannt Eind war, für dieſen die Wirkung der Anſichten und Grundſätze des habe Grafen verdoppelt, er fand ſeinen Freund nicht im Geringſten gegen und den Grafen eingenommen; im Gegentheil, er wie ein Mann, der vier Monate zu der italieniſchen Küche, d. h. einer der ſchlechteſten aber von der Welt, verdammt geweſen war. Der Graf, auf den Albert mein einen ſehr lebhaften, ja gewaltſamen Eindruck zu machen ſchien, koſtete kaum von jeder Schüſſel; es ſchien, als habe er ſich nur aus 4 land Höflichkeit mit ſeinen Gäſten zu Tiſch geſetzt und erwarte ihre Ent⸗ man fernung, um ſich irgend ein ungewöhnliches, beſonderes Gericht b Auf bringen zu laſſen. Dieſes erinnerte Franz unwillkürlich an das Ent⸗ Sie ſetzen, welches der Graf der Comteſſe G.... eingeflößt hatte und ſind

an die Ueberzeugung derſelben, daß er ein Vampyr ſei. Franz zog

wei

ſeine Uhr. lich

Nun! ſagte der Graf,was machen Sie denn? non

Sie werden uns entſchuldigen, Herr Graf, antwortete Franz, Sie

aber wir haben noch tauſenderlei Geſchäfte. wol Und die wären?

Wir haben noch keine Verkleidungen, und die ſind heute uner⸗ Eir läßlich.

hun

Bemühen Sie ſich damit nicht. Wir haben auf der Piazza imf

del Popolo ein eigenes Zimmer, dahin werde ich die Anzüge, die die Sie mir gefälligſt bezeichnen wollen, bringen laſſen, und wir können

uns da gemeinſchaftlich ganz unter uns maskiren.