Teil eines Werkes 
2 (1870)
Entstehung
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auch der alte Patron, von dem Dantes ſich jetzt trennte, an die

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Brigg ſo eben den Hafen von Toulon verlaſſen habe und ihnen gerade entgegen kommen werde; ſie mußten alſo eine andere Richtung nehmen und mit Flügelſchnelle entfliehen, und bedauerten ſehr, daß Dantes, der dem Fahrzeuge einen ſo ſchnellen Lauf zu geben wußte, nicht an Bord war. Wirklich wurden ſie bald inne, daß das ver⸗ folgende Fahrzeug auf ihrer Spur ſei; aber mit Hilfe der Nacht und indem ſie das corſikaniſche Vorgebirge umſegelten, entkamen ſie glücklich. Uebrigens war dieſe Reiſe nicht übel geweſen und Alle, beſonders Jacopo, bedauerten, daß Dantes nicht dabei geweſen war, um ſeinen Antheil an den Priſengeldern, die ſich diesmal auf fünfzig Piaſter für Jeden beliefen, zu beziehen.

Edmond ließ ſich Nichts merken, er lächelte nicht einmal bei Aufzählung der Vortheile, die er getheilt haben würde, wenn er die Inſel hätte verlaſſen können; und da die jeune Amélie nur nach Monte⸗Chriſto gekommen war, um ihn abzuholen, ſchiffte er ſich am Abend ein und folgte dem Patron nach Livorno. Daſelbſt ange⸗ langt, ging er zu einem Juden und verkaufte die vier kleinſten ſeiner Diamanten für fünfundzwanzigtauſend Franken das Stück. Der Jude hätte ſich erkundigen können, wie ein gewöhnlicher Matroſe

in den Beſitz ſolcher Gegenſtände komme, aber er hütete ſich wohl,

denn er gewann an jedem tauſend Franken. Am folgenden Tage kaufte er ein ganz neues Fahrzeug, welches er Jacopo ſchenkte und demſelben noch hundert Piaſter hinzufügte, damit er es bemannen konnte; dafür ſollte Jacopo ſeine erſte Reiſe mit demſelben nach Marſeille machen und ſich dort nach einem Greiſe, Namens Dantes, der in der Allee von Meillan, und einem jungen Mädchen, Namens Mercedes, die in der cataloniſchen Colonie wohnte, erkundigen. Jacopo glaubte zu träumen; als ihm aber Edmond erzählte, daß er eigentlich im Zorn Seemann geworden ſei, weil ſeine An⸗ gehörigen ihm das nöthige Geld zu ſeinem Lebensunterhalte ver⸗ weigerten, daß er aber jetzt in Livorno den Nachlaß eines ſeitdem verſtorbenen Onkels, der ihn zum alleinigen Erben eingeſetzt, in Empfang genommen habe, wunderte ſich Jacopo weiter nicht und zweifelte um ſo weniger an der Richtigkeit von Dantes Erzählung, weil deſſen höhere Bildung für einen gewöhnlichen Matroſen ihm immer aufgefallen war. Eben ſo treuherzig, wie Jacopo, glaubte

Er