Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Einen Augenblick darauf verhallte der Knall einer fernen Exploſion am Bord der Tartane.

Was bedeutet das? fragte der Patron.

Es wird dieſe Nacht ein Gefangener entflohen ſein und ſie löſen jetzt die Lärmkanone.

Der Patron warf einen Blick auf den jungen Mann, der, als er dieſe Worte geſagt hatte, die Flaſche ruhig zum Munde führte und den Rum mit ſolchem Wohlbehagen ſchlürfte, daß jeder Arg⸗ wohn, der etwa in ihm hatte auftauchen wollen, ſogleich verſchwand.

Das iſt teufelmäßig ſtarker Rum, ſagte Dantes, indem er den von ſeiner Stirn rieſelnden Schweiß mit ſeinem Aermel ab⸗ trocknete.

Für jeden Fall, murmelte der Patron ihn anſehend,wenn er's iſt, deſto beſſer, denn ich habe da einen tüchtigen Mann ge⸗ wonnen. Unter dem Vorwande ermüdet zu ſein, ſetzte Dantes ſich an's Steuerruder. Der Bootsmann, erfreut, abgelöſ't zu ſein, fragte mit den Augen den Patron, der ihn eben ſo beſchied, daß er dem neuen Gefährten das Steuerruder überlaſſen könne. So konnte Dantes ungehindert ſeine Aufmerkſamkeit auf Marſeille richten.

Welchen Datum haben wir doch gleich? fragte Dantes Ja⸗ copo, der ſich neben ihn geſetzt hatte und nicht mehr nach Schloß I ſah.

Den 28. Februar, antwortete dieſer.

Und die Jahreszahl? fragte Dantes weiter.

Wiel welche Jahreszahl? Ihr fragt nach der Jahreszahl?

Ja, erwiderte der junge Mann,ich frage darnach.

Ihr habt die Jahreszahl vergeſſen, die wir ſchreiben?

Was wollt Ihr, ich habe dieſe Nacht ſo viel Furcht und Schrecken gehabt, ſagte Dantes lächelnd,daß ich wohl den Ver⸗ ſtand verlieren konnte, und davon iſt mein Gedächtniß noch nicht wieder hergeſtellt; ich frage Euch alſo, von welchem Jahre wir den 28. Februar haben?

Vom Jahre 1829, ſagte Jacopo.

Es war alſo auf den Tag vierzehn Jahre, daß Dantes ver⸗ haftet war. Neunzehn Jahre alt, war er nach Schloß If gekommen, und dreiunddreißig Jahre alt, hatte er es verlaſſen. Ein ſchmerz⸗