246
„Ja, wenn er wahr ſpricht,“ entgegnete der Patron etwas zweifelhaft;„aber in dem Zuſtande, wo dieſer arme Teufel iſt, ver⸗ ſpricht man viel und findet ſich ab, wie man kann.“
„Ich werde mehr halten, als ich verſprach,“ ſagte Dantes.
„O! o!“ ſagte der Patron lachend,„wir werden ja ſehen.“
„Wie Ihr wollt,“ erwiderte Dantes aufſtehend;„wohin geht Ihr?“
„Nach Livorno.“
„Nun wohll! warum kneift Ihr nicht den Wind ganz einfach, ſtatt ſo viel Zeit damit zu verlieren, daß Ihr an den Küſten ent⸗ lang ſegelt?“
„Weil wir gerade auf die Inſel Rion zukommen würden.“
„Ihr werdet dieſelbe mehr als zwanzig Klafter weit umſegeln.“
„Nun, ſo ſetzt Euch an das Steuerruder und zeigt uns, was Ihr verſteht,“ entſchied der Patron.
Der junge Mann ſetzte ſich an das Steuerruder, verſicherte ſich durch einen leichten Druck von der Lenkſamkeit des Fahrzeuges, und als er ſah, daß es, ohne von der feinſten Art zu ſein, nicht verſagte, ſprach er das Commando aus:
„An die Braſſen und die Boleine!“
Die vier Matroſen, aus welchen die Schiffsequipage beſtand, eilten an ihren Poſten, während der Patron den ſchweigenden Be⸗ obachter machte.
„Holt an!“ fuhr Dantes fort.
Die Matroſen gehorchten ziemlich pünktlich.
„Und jetzt die Taue befeſtigt; gut.“
Dieſes Commando wurde wie die früheren befolgt und das kleine Schiff begann, ſtatt wie bisher an den Küſten zu halten, die Richtung nach der Inſel Rion zu nehmen, die es, wie Dantes geſagt hatte, in zwanzig Klafter Entfernung umſegelte.
„Bravo!“ ſagte der Patron.
„Bravo!“ wiederholten die Matroſen. Und Alle ſahen auf dieſen Mann, deſſen Blick ſeine Schärfe und Umſicht, und deſſen Körper eine Kraft wieder erlangt hatte, die man ihm nicht anſah.
„Ihr ſeht,“ ſagte Dantes, das Steuerruder verlaſſend,„daß ich Euch von einigem Nutzen ſein könnte, wenigſtens während der Ueberfahrt; wollt ihr mich in Livorno nicht mehr, gut; laßt mich
dort, in Beköſtig E einig w billig, Sache
Meere „1
Patron,
lichen daß ig


