Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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III. die Catalons.

Hundert Schritte von dem Orte, wo die beiden Freunde die Blicke nach dem Horizonte, das Ohr nach dem Strande gerichtet, den perlenden Wein von Lamalgue ſchlürften, erhob ſich hinter einem nackten und von der Sonne und dem Gerichtsdirector ausgeſogenen Hügel die kleine Colonie der Catalonier.

»Einſt ſegelte eine geheimnißvolle Colonie von Spanien ab und landete an der Erdzunge, wo ſie noch heute ſich befindet; ſie kam, man wußte nicht woher, und redete in fremder Mundart. Einer ihrer Anführer, der die provencaliſche Sprache verſtand, erbat von dem Magiſtrat von Marſeille die Vergünſtigung, ſich mit ſeinen Ge⸗ fährten auf dem kahlen, unfruchtbaren Vorgebirge, auf welches ſie, wie die Seefahrer der Alten, ihre Fahrzeuge gezogen hatten, an⸗ bauen zu dürfen. Seine Bitte wurde ihm gewährt, und drei Mo⸗ nate ſpäter war um die zwölf bis ſünfzehn Fahrzeuge, welche dieſes Völkchen von Zigeunern des Meeres herbeigeführt hatten, ein kleines Dorf erbaut.

Dieſes bizarr und maleriſch, halb mauriſch, halb ſpaniſch er⸗ baute Dorf iſt noch jetzt von den Nachkommen jener Männer, welche die Sprache ihrer Väter reden, bewohnt. Drei oder vier Jahr⸗ hunderte ſind ſie treue Bewohner dieſes Vorgebirges geblieben, auf welchem ſie wie eine Schaar Seevögel ſich angebaut hatten, ohne ſich im Geringſten mit der Bevölkerung von Marſeille zu vereinigen; ſie verheiratheten ſich nur unter ſich, und hatten Tracht und Sitten, wie auch die Sprache ihres Mutterlandes beibehalten.

Wir bitten unſere Leſer, uns in die einzige Gaſſe dieſes kleinen Dorfes zu folgen und mit uns in eines der Häuſer einzutreten, deren Aeußerem die Sonne jene ſchöne braungelbe Farbe gegeben