Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Das heißt alſo, entgegnete Dantes, immer unruhiger lächelnd, daß, wenn ich nicht Capitain wäre...

Nun! nun! ſagte Caderouſſe.

Nein, nein, ſagte der junge Mann,ich habe eine beſſere Meinung von den Frauen im Allgemeinen, als Ihr, und von Mer⸗ cedes insbeſondere bin ich überzeugt, daß ſie mir treu bleibt, ich mag Capitain werden oder nicht.

Um ſo beſſer, um ſo beſſer, ſagte Caderouſſe;es iſt immer eine ſchöne Sache um das Zutrauen, wenn man ſich verheirathet. Aber laß es ſein! glaube mir, Junge, verliere keine Zeit, melde ihr Deine Ankunft und theile ihr Deine Hoffnungen mit.

Das will ich ſoeben thun, ſagte Edmond, umarmte ſeinen Vater, winkte Caderouſſe Lebewohl zu und eilte fort.

Caderouſſe blieb noch einige Minuten und verließ dann auch den alten Dantes, um wieder zu Danglars zu gehen, der ihn an der Ecke der Straße Senac erwartete.

Nun? ſagte Danglars,haſt Du ihn geſehen?

Ich komme von ihm, ſagte Caderouſſe.

Und er hat Dir erzählt, daß er Capitain zu werden hofft?

Er ſpricht davon, als wäre er's ſchon.

Geduld! Geduld! ſagte Danglars;er ſcheint mir ſeiner Sache zu gewiß zu ſein.

Der Tauſend! es ſcheint doch, als ſei ihm der Poſten von Herrn Morrel zugeſagt.

Und iſt er ſehr erfreut?

Nicht nur erfreut, ſondern eingebildet. Er hat mir ſchon ſeine Dienſte angeboten, als wenn er ein großer Herr wäre; er bot mir Geld zu leihen an, als wäre er ein Banquier.

Und Ihr habt es abgelehnt?

Entſchieden, obgleich ich es immerhin hätte annehmen können,

denn ich bin es ja, aus deſſen Händen er das erſte Geld empfangen,

mit dem er ſo gute Geſchäfte gemacht hat; aber jetzt hat Herr Dantes Niemand mehr nöthig, er wird Capitain! Pah! ſagte Danglars,er iſt es noch nicht. Meiner Treu, es wäre nicht übel, wenn er's nicht würde, ſagte Caderouſſe,denn ſonſt wird er unſer Einen bald nicht mehr

kennen.