Teil eines Werkes 
2. Theil (1802)
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zeigen und laut bekennen, er habe auf meinen Befehl dieſen Schaͤnder der Gottheit gemordet.

Bey dieſen Worten knuͤpfte er das ge⸗ weihte Band von ſeiner Stirne. Zitternd uͤber⸗ nahm es Hrira, und floh damit zu dem Abge⸗ ſandten des Oberprieſters.

So wurde in Bramas Heiligthum der Meuchelmord gebruͤtet, und zu dem nämlichen Zeitpunkte in Riamirs Pallaſt der Buͤrgerkrieg beſchloſſen; allein in der Grotte entſpann ſich ein weit ſchrecklicheres Verbrechen.. Der Undank der Liebe, erzeugt durch die genoſſenen Freuden und die Langeweile, keimte in der Seele des Europaͤers; der Undank,. ſchreck⸗ licher als Buͤrgerkrieg und Meuchelmord, zer reißt nicht wie jene auf einmahl unſern Lebens⸗ faden, ſondern traͤufelt ein ſchmerzliches Gift in unſre Adern, das langſam herumſchleicht, uns mit jedem Tage tauſendmahl toͤdtet, und wenn alle Kraͤfte zu noch laͤngern Leiden in uns ver⸗ ſiegt ſind, erſt unſer Daſeyn endiget....

Mit jedem Abend, an welchem die zaͤrtli⸗ che Stellina nach dem Lager am Gardel zuruͤck⸗ kehrte, fuͤhlte ſie den Schmerz der Trennung von der Seite des Gatten fuͤr die lange Nacht