Teil eines Werkes 
2. Theil (1802)
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Ihre Zuſammenkunft war kein Geheim⸗ niß geblieben. Der Oberbramin in Furcht fuͤr ſich ſelbſt, ließ Riamirs Schritte ſtets belau⸗ ſchen, und durch ſeine Vertrauten deſſen Woh⸗. nung genau beobachten. Ueber die auſſerordent⸗ liche Bewegung, welche ſie darin wahrnahmen, erſtaunt, hatte einer unter ihnen die Verwegen⸗ heit, ſich bis an die Thüre zu nahen. Einige Worte, die er vernahm, waren hinreichend, das ganze Geheimniß zu enthuͤllen, und ſchnell eilte er nach dem Tempel, um es daſelbſt kund zu machen.

Deli hatte gleich bey dieſer Nachricht ſei⸗ nen Entſchluß gefaßt: er fuͤhlt, daß jeder Au⸗ genblick ihm koſtbar ſey, und daß, wenn er dem Anfuͤhrer der Fetans nicht zuvor kaͤme, er ſelbſt das Opfer werden koͤnnte.

Sanft ruhte Hrixa ſchon: weder der Reitz

der Ehre, noch die Sehnſucht der Liebe, hatten ſeinen Schlummer geſtoͤhrt. Feſt uͤberzeugt,.

der kuͤnftige Nachfolger Ditulans zu werden,

uͤberließ er Delt allein die Sorge, ihm ſein⸗

Groͤſſe zu gruͤnden. Er wurde aufß deſſen Befehl erweckt und eilte gleich zu ihm.

Deli theilte ihm Riamirs Entwürfe mit.