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ſicht!— die Scheiben waren mit einem ſichern Eiſengitter verſehn.
Rathlos ſetzte Hugo ſich auf einen Seſſel; er blickte düſter vor ſich hin. Da ſprengte die mouſſirende Kraft des Champagners plötzlich die Feſſeln des Korkes, der⸗ ſelbe flog knallend bis zur Decke, und es folgte ihm ein weißer Giſcht. Hugo verehrte den Schaumtrank viel zu ſehr, als daß er, trotz ſeiner melancholiſchen Stimmung, mitanſehen konnte, wie er ungenutzt verrann. Schnell fing er ihn im Glaſe auf, ſchlürfte von dem perlenden Wein, und da er zugleich bemerkte, daß auch ein gutes Abendeſſen bereit ſtand, ſo ſoupirte er mit jugendlichem Appetit.
Die Gluth des Champagners erweckte in ſeiner Er⸗ innerung das Bild der ſchönen Räuberbraut, die von dem wilden Banditen das Leben der Gefangenen erfleht hatte. Er malte ſich mit poetiſchen Farben, wie ſie gezwungen werde, unter entmenſchten Horden zu leben, und wie ſie begierig nach jeder Dichtung greife, um ſich auf goldnem Traumwagen in den Kreis geſitteter Menſchen zurückführen zu laſſen. Für dies weiche, unglückliche Weſen ſollte die Novelle ſein, und Hugo kam ſich recht hartherzig vor— er hatte ja nicht einmal die Ruhe einer Nacht opfern wol⸗ len, der Freudloſen einen Wunſch zu erfüllen. Weich ge⸗ ſtimmt von Mitleid und Champagner, griff er entſchloſſen nach der Feder, und da ihm eben ein Thema einfiel, das allenfalls zur geſchichtlichen Erzählung dienen konnte, ſo fing er ohne Zögern an:


