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Der Prinz zögerte nicht; er verſchwand vom Altan, und erſchien durch die Mittelpforte, welche ſich hinter ihm ſchnell wieder ſchloß, im Löwenzwinger. Mit ſchnaubenden Nüſtern, mit rollenden Augen und fletſchenden Zähnen war⸗ fen ſich die Raubthiere dem Kecken entgegen, der ganz ohne Waffen in ihr Todesreich getreten war. Bacharam⸗Gur ſah nur noch, wie ſeine geliebte Schirwana kraftlos zuſam⸗ menſank, als die wuthheulenden Löwen ihn erreichten, in ſeinem Blut die verſchmachtende Zunge zu kühlen. Da ſchlang er die ſtarken Jünglingsarme, die einzigen Waffen zu Schutz und Trutz, die er bei ſich hatte, um die Hälſe der Beſtien. Mit überirdiſcher Kraft preßte er ihre Kehlen zuſammen, daß ſie nur noch ein ächzendes Brüllen hervor⸗ heulen konnten und dann todt zu Boden fielen. Hoch auf⸗ gerichtet ſtand der Prinz zwiſchen den Leichen, das Raben⸗ haar umflatterte ſeine Stirn, man bemerkte keine Spur der ungeheuren Anſtrengung an ihm, und nur von ſeinem halb⸗ entblößten Nacken rieſelten purpurne Tropfen.
Jetzt erſcholl der unendliche Jubel des Volkes, das alle nahen Häuſer und Bäume bis zur höchſten Spitze bedeckte, und die Großen des Landes traten in den Löwenhof. Keſra umarmte den Prinzen, er ſetzte ihm ſelbſt die Krone auf's Haupt, und rief mit gewaltiger Stimme:„Es lebe Bacha⸗ ram⸗Gur, unſer König!“ Viele Tauſende wiederholten den Ruf.
Der junge Fürſt drückte dankbar Keſra's Hand, und ſagte zu ihm: Wohl liegt das Scepter des Perſerreiches nun in meiner Hand, und beim Zeruane Akherene gelobe
ich, daß ich daſſelbe mit Gerechtigkeit und Milde führen will. Aber mein Glück iſt unvollſtändig, ſo lange mir
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