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Heitere Novellen / von Eduard Boas
Entstehung
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den uns doch der Fachſtolz und die Kampfluſt, die ſich in ihnen erhielten, deutlich davon überzeugen, denn ſie ſind echt mittelalterliche Tugenden. Es giebt keinen größeren Kaſten⸗ geiſt, als den unter den deutſchen Handwerksgeſellen; jeder hält ſeine Profeſſion für die achtbarſte, ehrenvollſte und was beſonders bezeichnend iſt für die älteſte.

Ein Kind weiß es ſprach Peter Balling, Mau⸗ rergeſelle aus Regensburg ein Kind weiß es, daß es keine würdigere und keine ſo von allen Kaiſern und Köni⸗ gen verbriefte Zunft giebt, als das Gewerk der Maurer und Steinhauer. Es iſt das urſprüngliche Fach; ohne uns könnten die Menſchen nicht in feſten Häuſern wohnen, könnten nicht in die Kirche beten gehen, und könnten ihre Städte nicht durch ſtarke Mauern wider die Feinde ſchützen. Ohne uns würde Ordnung, Friede und Sicherheit aufhö⸗ ren, denn alle andere Profeſſioniſten ſind nur unſere Hel fershelfer; ſie halten ſich an das, was wir gegründet ha⸗ ben. Wer meinen Worten nicht glauben will, der braucht nur daran zu denken, daß die tüchtigſten und höchſten Leute in ganz Europia unſere Brüder ſind; daß Prinzen, Fürſten und Grafen ſich's zu einer Ehre rechnen, wenn ſie ſich Maurer nennen dürfen

Wie meenſt Du'n des? fragte der Zimmergeſell.

Ich meine die Freimaurer! entgegnete Balling.

Jotte doch! rief Niehnke. Des is ja janz was anders!

Nein! ſprach der Regensburger, indem er mit ſei nem knorrigen Wanderſtock hart auf den Boden ſtieß. Nein, es iſt Eins, denn alle Maurer halten zuſammen und ſtehen Alle für Einen, und Einer für Alle. Nennen ſich unſere edelen Zunftgenoſſen nicht ſelbſt: die uralte und