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— Ein Wahrzeichen?— Was verſtehen Sie darunter? erkundigte ſich Bims.
— Aber, Jutſter! Se weren doch wiſſen, was en Wahr⸗ zeechen is! meinte Fritz Leeſe.
— Nein! entgegnete der Andere. Ich bin damit nicht bekannt.
Die drei Geſellen ſchauten einander an, ſchnitten ganz ſonderbare Geſichter, und platzten auf einmal mit donnern— dem Gelächter los⸗
— Komm' her, Bruder! begann endlich der Regens⸗ burger, nachdem er ſich mit dem Rockärmel die Thränen des Lachens aus den Augen gewiſcht hatte. Komm' her, ich will Dir's aus einander ſetzen. Sieh' mal, wenn man in eine Stadt kommt, dann will man ſich doch gern etwas Abſonderliches merken. Große Häuſer, Thürme, Schlöſſer und Mauern taugen dazu nicht recht, denn die findet man dort ſo gut als hier, alſo merkt man ſich das Wahrzeichen. Das Wahrzeichen aber iſt eine Merkwürdigkeit... oder auch keine Merkwürdigkeit... ein gewiſſes Ding— ein Bild.. oder auch kein Bild... ich weiß nicht recht, wie ich ſagen ſoll... kurz! Etwas, woran unbedachtſame Men⸗ ſchen tagtäglich vorübergehen, ohne ſich darum zu beküm⸗ mern, das aber ein Jeder, der vom Handwerk iſt, genau weiß und kennt. Verſteh'ſt Du nun, Bruder Parchwitzer, was ein Wahrzeichen iſt?
— Nein! ſagte der Buchbinder.
— Wie, Du verſtehſt es noch immer nich? fragte der Cöpnicker im zornigen Ton.
— Ich kann mir noch keinen Begriff davon machen, geſtand Bims.
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