Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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An den rauſchenden Wellen.

Glaub nicht, daß ich kein rechter Mann bin, ich kann nicht anders, ich muß weinen, du glaubſt nicht wie viel tauſend Thrä⸗ nen mir ins Herz geſunken ſind. Es wird mir ſo leichter. Laß nur. So beruhigte Bläſi, da Erdmuthe ſeine ins Unfaßliche gehende Erregung beſchwichtigen wollte,ich freu mich nur, daß ich dich gleich erkannt habe, du haſt dich ganz verändert, aber deine Augen die ſinds noch. Jetzt ſag, wie iſts denn möglich? Iſts denn wahr, daß du da biſt? Wie hat's denn nur ſein können? Sind's denn ſchon drei Jahr ſeit du fort biſt oder iſt's erſt ſeit geſtern?

So oft auch Erdmuthe beginnen wollte, ihre Geſchichte zu erzählen, ſie wurde immer wieder unterbrochen von Ausrufungen der Liebe und Verwunderung. Endlich verbot ſie jede Zwiſchen⸗ rede und begann:

Da an dem Platz wo wir jetzt ſind, da hat mein großes Unglück angefangen, da hat ſich mein Vater ins Waſſer ſtürzen wollen, wenn ich nicht mit ihm geh, und wahr bleibt's, wie's auch kommen iſt, ich bin doch ſeine einzige Freud auf der Welt und unterwegs hat er mir all Stund gedankt, daß ich ihn nicht verlaſſen habe. O Bläſi glaub mir und thu mir die Liebe und zweifle nicht daran, ich will dirs zeitlebens vergelten, er iſt an dem was mir geſchehen iſt, ſo unſchuldig wie du; nur das iſt ſein Unrecht: er hat mir die Höll vorgeſtellt wenn ich zu euch komm und wie dein Vater dich zu todt plagt, und dir zu lieb und ich kann's jetzt ſelber nimmer begreifen wie mir's geweſen iſt und ich hab auch gedenkt, du nimmſts vielleicht doch leichter und mein Vater hat ſonſt Niemand, der ihm ein gutes Wort gönntz die