Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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Herrn übertritt, wär's doch beſſer, das für ſich zu thun als für Andere.

Ein Dienſtbote iſt doch allezeit angebunden, ſein Leben und ſeine Tage gehören einem Fremden.

Im Zorn über dieſes Gefühl der eigenen Abhängigkeit weckt Dominik mit Schelten und Püffen ſeinen Untergebenen, den Kühbub, der ein Sohn des Nagelſchmieds iſt, und befiehlt ihm die Nacht aufzubleiben, damit er zur Zeit wecke.

Auf dem Hofe iſt es jetzt ſtill und dunkel wie ausgeſtorben, der Halbmond blickt bald unter jagenden Wolken hervor und ver⸗ ſchwindet ſchnell wieder, und die Häuſer und Scheunen des Fur⸗ chenhofes mit ihren ſchweren wie Kappenſchilde überhängenden Strohdächern erſcheinen wie unförmliche Felſengebilde. Die Hof⸗ hunde ſind von der Kette gelaſſen und ſchleichen ſtill und frei umher, legen ſich bald da bald dort nieder und richten ſich wieder auf bei jedem Geräuſche. Der Kühbub geht hinab in den Hof⸗ raum und ſpielt mit den Hunden, um ſich wach zu erhalten, der Türkle, ein rother Wolfshund, iſt zuthunlich und leutſelig, der Greif aber, ein ſchwarzer böhmiſcher Schäferhund, knurrt wenn ſich ihm der Kühbub naht und ſelbſt als er ihm ein Stück Brod reicht, iſt dies verſchwendet, er hat es in einem Schluck weg, bleibt aber unwirſch. Er iſt wahrſcheinlich ſtolz, ſei es auf ſeine Wiſſenſchaft, weil er kunſtgerecht auf den Mann dreſſirt iſt, oder auf ſeine Abkunft, denn er ſtammt mütterlicherſeits von edler

Raſſe. Mitten in der ſternloſen Nacht, in der Kameradſchaft mit dem einen Hunde, geht dem Kühbuben eine glorreiche Zukunft auf. Er hat gehört, daß der Dominik einſt auch als Kühbub auf den Hof gekommen war und der war jetzt Oberknecht und der nächſte beim Bauer und bekam morgen eine Denkmünze. Solches kann ihm einſtmals auch werden. Der zukünftige Oberknecht er⸗ labt ſich beſonders an dem Gedanken, wie er dann ſeine Unter⸗ gebenen ſtrenge halten wolle, die mußten ihm auf den Pfiff ge⸗ horchen. Das iſt eine Ausſicht, die leicht wach hält. Bei der trüben Stalllaterne betrachtet der Kühbub die doppelgehäuſige Taſchen⸗ uhr des Oberknechts und gedenkt der Zeit, wo er einſt eine ſolche

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