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und breit ihre Gebreſten erzählen, er ſelber klagte nicht und ſagte nur oft:
„Wenn ich's in meiner Jugend beſſer gehabt hätt' und mich nicht ſo hätt' ſchinden und plagen müſſen, ich wär' hundert Jahr alt geworden.“
Auch daheim kam er oft hierauf zu reden. Das Gehen wurde ihm immer ſchwerer, aber ſo lange er nur fortkriechen konnte, ging er ſeiner Arbeit nach, und man ſah es, wie er ſich gewaltſam aufrecht hielt und für Jeden noch immer eine Scherzrede hatte.
Es war am Tage nach Jakobi— noch geſtern war Broſi im Auerhahn geweſen und hatte viel davon geſprochen, wie leid es ihm thue, daß ſeine Söh⸗ nerin in ein Bad gemußt habe und nicht nach Endringen käme, er wäre ihr zu lieb doch dahin ge⸗ zogen— heute konnte Broſi nicht mehr gehen, ſein Kubikfuß ſtellte ſich wieder ein, er mußte zu Bette bleiben oder in dem großen Armſtuhl ſitzen, den Agy geſchickt hatte.
Die beiden älteren Söhne waren weit in der Fremde, aber Severin kam einmal und beſuchte ſeinen Vater, und zum Erſtenmal hatten ſeine ſtarren Züge etwas lindes. Broſi behauptete, daß es gar keine Gefahr habe und des Rösle's Monika mußte ihm oft ſtundenlang die Geſchichten aus den alten zerleſenen Kalendern vorleſen, durfte aber nicht in die Einzeich⸗ nungen von ſeiner Hand ſehen. Die Frau ſaß ſchon jetzt im Sommer an der Kunkel und ſpann und Broſi that einmal die ſeltſame Frage:
„Was ſpinnſt?“


