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Das Gäßchen war heute beſonders widerwärtig, denn die Vorübergehenden ſprachen da draußen ſo laut, man hörte jedes Wort, ats ob ſie in der Stube wären. Moni wollte hinausgehen und die Leute zur Ruhe gemahnen, aber als ſie ſich erhob, merkte es Broſi und erwachte, ſich verwunmdernd, daß er am Tage ſchlafe; er fühlte ſich ganz geſtärkt, da er das Verſäumte von geſtern Nacht nachgeholt habe. Broſi war wie immerdar heiter und aufgeräumt, nur als Moni bemerkte, der Franz mit ſeiner Frau ſei da geweſen und habe nachſehen wollen, wie es dem Vater gehe, da ſagte dieſer:
„Jetzt ſind alle unſere Kinder fort, jetzt ſind wir doch wie ein entlaubter Baum,“ als aber während dieſer Worte des Rösle's Monika eintrat, die nun bei den Großeltern wohnen wollte, ſagte er:„richtig, da kommt ja unſere Wurzelbrut. Weißt Alte? Es giebt Bäum', die wieder an der Wurzel ausſchlagen. Recht ſo, bleib du bei deiner Ahne und gieb Acht, daß du ſo wirſt wie ſie und leid's nicht, daß ſie zu viel ſchafft.“
Broſi hatte nun drei eigene Familien im Orte, die er beſuchen konnte und war nun auch mit dem größten Theile des Dorfes verwandt, und wenn ſich hier auf dem Walde Alles Vetter nennt, ſo hatte das bei Broſi noch eine beſondere Berechtigung. Er ließ ſich's aber auch nicht nehmen, noch dieſen Winter regelmäßig zu dreſchen und wenn ihm auch weh dabei geſchah, geſtand er es weder ſich noch ſeinen Genoſſen. Wenn ihm die Leute ſagten, er ſou e ſich doch zur Ruhe ſetzen, er ſei ja vermöglich, habe ſeine Kinder alle verſorgt und


