Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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viel mehr merkt als das Aufnehmen. Je weiter es dem Herbſte zuging, je mehr empfand Moni ein eigen⸗ thümliches bräutliches Bangen, während Broſi mit Jubel ſeiner goldenen Hochzeit entgegenſah. Mehrmals äußerte Moni ihre Beklommenheit, aber ihr Bräutigam, wie ſich Broſi nannte, redete ihr ſolche aus und ſuchte ſie mit ſeiner eigenen Freudigkeit zu erfüllen; ſie gab ſich um Broſi's willen Mühe, Allem heiter entgegen zu ſehen und in dieſer Bemühung ward ſie von ſelbſt freudig.

Endlich waren es nur noch wenige Tage bis zur Kirchweih, da kam Severin und dießmal ging er nicht allein nach Endringen, Vater und Mutter mußten ihn begleiten. Broſi fuhr ſich mehrmals rechts und links über die Augbrauen, als er unweit des Furchenbauern Haus in dem Grasgarten, dort wo er ſich's gewünſcht hatte, ein Haus ſtehen ſah, zierlicher und feiner als er ſich's je wünſchen konnte und als noch gar Severin darauf deutend ſagte:

Vater das iſt euer. Da ſollet ihr mit der Mutter wohnen, ſo lang euch Gott das Leben erhält und ich wünſch' nur, daß es recht lang ſei. Das ſchenkt euch mein' Agy als Hochzeitſchenk.

Starr mit offenem Munde betrachtete Broſi bald ſeinen Sohn, bald das Haus und endlich ſagte er mit unvermuthetem Lachen:

Das Haus da? Das iſt mir viel zu ſchlecht. Nicht geſchenkt nehm' ich's.

Ich bitt euch Vater, macht keinen Spaß, entgeg⸗ nete Severin in ſeltſamer Gereiztheit.