Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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minder gaſtfreundlich als geſtern beim Rösle. Alle Endringer, die kamen, ließ Broſi eine Priſe nehmen und ſeine Spruchdoſe bewundern.

So lang der Severin da war, machte Agy viel weniger Späße und war ſtiller, aber auch heute ging Severin fort und als man heimkehren wollte, mußte man ihn vom Bürgermeiſter, wie man im Badiſchen den Schultheiß nennt, holen.

Am dritten Tage ging Broſi an ſeine Arbeit, er ſagte, er halte dieſe Gaſtereien nicht aus, er hatte einſt den Ausſpruch gethan, man könne nicht von der Freiheit eſſen und jetzt ſagte er:Ich kann von der Freud allein nicht leben.

Agy vollendete ihre Zeichnung vom Bömlesgrund und Broſi arbeitete unweit davon. Severin war allein nach Endringen gegangen.

In den folgenden Tagen vollführte Agy zum Stau⸗ nen aller Haldenbrunner noch eine weikere Zeichnung, ſie ſaß jenſeits des Baches und nahm das elterliche Haus Severin's auf. Das Haus mit dem Strohdache und den Pflanzen, die ſich darauf feſtgewurzelt hatten, nahm ſich auf dem Papiere ſehr gut aus und als Agy gegen Severin die Einfachheit und Urſprünglich⸗ keit dieſer Bauart lobte, war dieſer ſtrenger Fachmann genug, um ihr zu beweiſen, daß in dieſer Bauart gar kein Stil liege und gar keiner anzuwenden ſei, es ſei eben nichts als die rohe Nothdürftigkeit. Agy biß auf ihren Bleiſtift bei dieſer Darlegung, aber ſie ſchaute bald wieder hell auf, ſie kannte ihren Mann, bei dem die ſtrenge rückſichtsloſe Wahrhaftigkeit Alles beherrſchte