Zweites Kapitel.
Diethelm ging lächelnd die Stube auf und ab, ſein Kleinthun hatte mehr genützt als alle Prahlerei, er blieb bei dem Steinbauer ſtehen, gab ihm einen derben Schlag auf den Buckel und ſagte:
„Wie, Steinbauer, kennſt mich noch?“
„Freilich, Grüß Gott. Ich hab nur warten wol⸗ len, bis ich geſſen hab.“
„Ruck ein bisle zuſammen, ich will mich zu dir ſetzen. Fränz, da komm her.“
„Iſt das die Tochter?“ fragte der Steinbauer, etwas verwirrt an die Seite rückend, er erinnerte ſich nicht, daß er ſich mit Diethelm duzte.
„Wenn du nicht ſo altbacken wärſt, könnteſt ſie heirathen,“ entgegnete Diethelm. Der Krebsſteinbauer grinste nun gar ſeltſam und ſchwieg, er war überhaupt kein Freund vom vielen Reden und vorab beim Eſſen. Nur einmal wendete er ſich um und auf das Haupt Diethelms deutend, ſagte er:„Auch grau geworden ſeit dem letzten Jahr.“
„Ja, der Eſel kommt heraus,“ ſagte Diethelm lächelnd, aber der Steinbauer ließ ſich nicht zu der
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