Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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bunt geſtickte Reiſetaſche ab, der Hausknecht, der heute ſeinen großen Tag hatte, war doch bei der Hand, und während er die Aufhaltketten der Pferde löste, half ihm ein Schäfer dieſelben ausſträngen.

Iſt Alles in Ordnung, Medard? fragte Diethelm den Schäfer, indem er ſich neben die Pferde ſtellte, der Schäfer bejahte und eilte dem Mädchen nach und raunte ihm ſchnell zu:

Mein Munde(Raimund) iſt auf Urlaub auch hier.

Das Mädchen erröthete und antwortete nichts, es band ſich die Haube feſter, indem es in das Wirths⸗ haus trat.

Der Schäfer Medard eilte zu ſeinem Herrn zurück und ſagte, daß er ſchon beim Einfahren von einem Händler angehalten worden ſei, wie theuer er ver⸗ kaufe.

Wie ich dir geſagt habe, erwiederte Diethelm ruhig,ſiebzehn Gulden das Paar und keinen rothen Heller weniger. Sag nur, dein Herr ſei der Diethelm und der laß' nicht mit ſich handeln. Wir nehmen unſer Vieh wieder heim, es iſt mir ſo lieb wie baar Geld. Der Schäfer nickte, in ſeinem gerötheten Antlitze, das von einem langen zottigen Backenbarte eingefaßt war, zuckte es; er ging davon, wobei man ein Hinken am rechten Fuße bemerkte.

Diethelm ſtreichelte die Rappen und lobte ſie, daß ihnen trotz des ſcharfen Fahrens kein Haar krumm geworden ſei, er ließ ſie deshalb nicht ſogleich nach dem Stalle bringen, ſondern hielt ſie noch auf, bis ſich