lichen Weiſe und aus den ſchwarzen am Kinn geknüpften Bändern ſah ein blaſſes längliches Geſicht mit dunkeln Augen. Die Leute im Gedränge gafften Alle nach dem Gefährte und den überaus ſtattlichen Inſaſſen. Manche vergaßen darüber auszuweichen und mußten von Nach⸗ barn angerufen werden, und bald da bald dort gab es ein heftigeres Gedränge, aber die Rappen ſtanden jedesmal auf einen Pfiff ihres Herrn ſtille. Oftmals auch grüßte dieſer einen Bekannten und rief ihm zu: „Weißt ſchon im Hirſch.“ In dem Marktgewühle ſtachen beſonders die Schäfer hervor in ihren weißen rothausgeſchlagenen und mit rothen Einnähten verſehe⸗ nen Zuwillichröcken, auf denen noch über die rechte Schulter gelegt ſchärpenartig der lederne Gurt mit glänzenden Meſſingringen prangte, ihre Hunde liefen hart neben ihnen, denn ſie hatten ſie an die vielgelenkige Kette angekoppelt. Ueber das bartloſe runde Antlitz des Fahrenden zuckte oft ein Lächeln, denn er hörte die Staunenden am Wege fragen:„Wer iſt das?“ worauf die Antwortenden immer ihre Verwunderung ausdrückten, daß man den nicht kenne:„Das iſt der Diethelm von Buchenberg,“ hieß es dann,„der hat mehr Kronthaler, als die zwei Gäul' ziehen können,“ und ein anderer ſagte wieder:„Ich wollt', du und ich, wir hätten das mit einander im Vermögen, was der heut für Woll' und Schafe einnimmt.“„Wenn der Diethelm da iſt, geht der Markt erſt an,“ ſagte ein Dritter,„die Engelländer warten Alle auf ihn,“ rief ein Vierter. Ein Mann, der mit mehreren anderen eine gute Strecke neben dem Wagen herging, berich⸗
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


