Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

In dem freundlichen Städtchen G. war lebhaftes Marktgewühle und mitten durch das auf und abwogende Menſchengedränge bewegte ſich, von zwei fetten, tief eingekreuzten Rappen gezogen, ein Bernerwägelein, auf deſſen niedergelaſſener Halbkutſche ein breitſchulteriger Mann ſaß; der breitkrempige ſchwarze Hut mit hand⸗ hoher Silberſchnalle im Sammtbande, der kragenloſe einreihige ſchwarze Sammtrock mit den nahe zuſam⸗ mengerückten flachen ſilbernen Knöpfen, die rothe Schar⸗ lachweſte mit den kugelförmigen ſilbernen Knöpfen zeigten den reichen oberländiſchen Bauern. Er hielt mit bei⸗ den Händen die Pferde ſtraff im Zügel, die Peitſche ſteckte neben ihm und er rief nur manchmal den zögernd

Ausweichenden ein Aufg'ſchaut! oder das einfache Hoho!

zu. Die Pferde trugen die Köpfe mit dem meſſingbe⸗ ſchlagenen Riemenzeug ſo ſtolz, als wüßten ſie, welch' ein Aufſehen ſie erregten. Neben dem Manne ſaß ein junges Mädchen, ebenfalls in oberländiſcher Tracht, die ſich aber mehr im Schnitte als im Stoffe zeigte, denn der braune Spenzer und die ſchwarze Schürze

war von Seide, nur die Haube war noch in der üb⸗ 1*