Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1848)
Entstehung
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doch nur Wenige. Der Thaddä wollte den Jörgli tüchtig durchprügeln, der Buchmaier aber fand ein gelinderes Mittel zur Aufrechthaltung des Vereins. Er lud nämlich den Pfarrer und alle bisherigen Mitglieder des Vereins außer dem Jörgli zum Nachteſſen am Sylveſterabend bei ſich ein, dadurch gewann Alles wieder neues Leben.

Der Pfarrer hatte den Lehrer in ſeinen Beſtrebungen ganz gewähren laſſen, denn er war keiner von jenen, die Alles in ihrer Hand haben und von ſich ausgehen laſſen wollen.

Am Sylveſterabend war nun großer Jubel beim Buch⸗ maier, man trank, ſang und ſcherzte.

Herr Lehrer, ſagte der Buchmaier einmal,wenn ihr geheirathet habt, müſſet ihr auch einen Mädchengeſang⸗ verein ſtiften.

Junge Weiber dürfen aber auch dabei ſein, rief Agnes.

Ja, die müſſet ihr aber in einem Trumm fort ſingen laſſen, ſonſt ſchwätzen ſie dem Teufel ein Ohr weg.

Manches Hoch wurde ausgebracht. Sonſt ganz blöde Burſchen wagten es hier vor Pfarrer, Lehrer und Schult⸗ heiß ein öffentliches Wort zu ſprechen.

Zuletzt ergriff Thaddä das Glas und rief:

Unſer Herr Lehrer ſoll leben, Und ſein' Hedwig daneben!

Hoch! und abermals Hoch ertönte, es wollte faſt gar nicht enden.

Mit Hedwig lebte der Lehrer im innigſten Verſtändniſſe; ſie leiſtete ſeinen Bildungsbeſtrebungen willig Folge, da er es nicht mehr darauf abgeſehen hatte ihre Natur umzu⸗ modeln, ſondern nur ſie frei zu entwickeln. Anfangs erging es dem Lehrer bei Hedwig ſonderbar. Wenn er ihre Seele auf allgemeine Gedanken und Anſichten hinlenken wollte, machte er bei Allem große Vorreden und Einleitungen;