Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1848)
Entstehung
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Mir gefällt's nicht, daß der Oswald ſo allein Alles gut machen will und muß.

Und ich möcht' ſagen, begann Thaddä,ich möcht' ihm ſeinen Federbuſch und ſeinen Stern runterreißen; er iſt ein braver Kerl, er braucht das nicht.

Haſt recht, ſagte der Buchmaier,er ſpielt über⸗ haupt zu viel den Herrn, und ſein Erbprinz da, zu was braucht man den? Aber ich bin dir grad in die Red' gefallen, Andres, du haſt was ſagen wollen;'raus mit den wilden Katzen.

Ich mein', der Oswald wär' ein Häfelesgucker, daß er ſo viel vom Kochen verſteht, hat mir nicht gefallen.

Und ich mein', ſagte Kilian,die Bauersleut' ſeien viel zu dumm hingeſtellt; ſo arg iſt's nicht.

Ja du biſt doch auch ein Schriftgelehrter, ſagte Hansjörg. Alles lachte.

Jetzt mein' Meinung iſt, ſagte der Maurer Wendel, das Dorf iſt zuerſt viel zu ſchlecht und nachher viel zu gut; ich kann's nicht recht glauben, daß es an einem Ort ſo iſt.

Mich verdrießt am meiſten, ſagte der Buchmaier, daß zuletzt auch noch ausgemacht wird, was man für Kleider tragen darf. Das iſt grad wie mit dem Thier⸗ quäler⸗Verein, das muß man einem Jeden ſelber über⸗ laſſen. Und einmal hab' ich das Lachen kaum mehr verhalten können, wie der Oswald in ſeiner Uniform und mit dem Federhut all' die zwei und dreißig Mann einen nach dem andern umarmt; potz Blitz, das iſt ein Geſchäft.

Der Lehrer zeigte nun, daß das Buch ſchon vor vielen Jahren geſchrieben ſei und alte Zuſtände behandle, daß es ein edles Buch ſei, das viele beherzigenswerthe Lehren enthalte. Er bewies, wie ſehr nöthig noch oft das äußere Anſehen, Geld, Uniform u. dgl. ſei, um ſeinen guten Abſichten Eingang zu verſchaffen, und ſchloß, daß man Unrecht thue, wegen einzelner Kleinigkeiten ſo hart über das Ganze herzufahren.