Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1848)
Entstehung
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Man beruhigte ſich, und zum Spaße, da heute nichts mehr anzufangen war, bellte der Studentle noch wie ein geſchlagener Hund durch das ganze Dorf und machte dadurch, wie er es nannte, alle Hunde in den Häuſern rebelliſch.

N Ein Alltagsleben am Sonntag.

Andern Tages kleidete ſich Creszenz nicht ſonntäglich an, um nach der Kirche zu gehen, ſie klagte über Unwohl⸗ ſein und blieb zu Hauſe.

Als der Schneiderle aus der Kirche zurück kam und den Aufzug ſeiner JTochter ſah, ſagte er:

Was iſt das? Still ſag' ich, einmal und millionen⸗ mal, fuhr er fort, ehe noch Creszenz antworten wollte. Gelt, dir iſt nicht recht juſt, weil der Florian wieder da iſt, und da willſt du nicht auf die Straß'? Ich hab' ſchon gehört, was er Nächt*) mit dem Geometer gehabt hat; jetzt mußt du heut zum Trotz mit dem Geometer ins Hor⸗ ber Bad. Das ſag' ich, Ein Wort wie Tauſend.

Ich bin krank.

Nutzt nichts, geh''nauf und zieh' dich an, oder ich meſſt dir mit der Ell' da die Kleider an.

Laßt ihn ſchwätzen, ſagte die Schneiderin, die unter⸗ deſſen eingetreten war,das iſt grad den Mäuſ' pfiffen, was er ſagt. Creszenz, wenn dir nicht gut iſt, bleib du daheim. Von dem, was er erhauſet, hättet ihr kein Fädle auf dem Leib; der Freßſack kann nichts als alle Tag drei⸗ mal die Füß' unter'n Tiſch' ſtellen und ſich füttern laſſen wie eine Einquartirung.

Der Schneiderle wollte auf Creszenz los, ſeine Frau aber ſtellte ſich vor ihn hin, ballte die Fäuſte, und der geſtrenge Mann kroch ſcheu in eine Ecke.

*) Geſtern Abend.

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