Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1848)
Entstehung
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Der Sepple ſchlug auf den Tiſch und welſchte ganz grimmig. Unter der Thüre des Verſchlages erſchien der Steinhäuſer, der zu der Creszenz ging, ſeine zwei Kamera⸗ den hielten ihn, denn er wollte gerade auf den Burſchen los; auch Kaſpar ſuchte ihn zu befriedigen, und als es ihm einigermaßen gelungen war, trat er auf die Drei zu und ſagte mit größerer Entſchloſſenheit, als man vermuthen mochte:

Ich will euch was ſagen: in meinem Haus dürfen ſo Sachen nicht ausgeführt werden, trinket ruhig, was ihr habt, oder ich weiſ' euch, daß vor der Thür' Draußen iſt. Ich laſſ' keine Gäſt' beleidigen, jetzt habt ihr's gehört, in meinen vier Wänden bin Ich Meiſter. Es iſt mir jeder lieb und werth, aber Ordnung muß ſein.

Juste, ſchon recht, ſagte Florian,ich werd' die Leut' ſchon an einem andern Ort treffen. Hörſt du's da drüben, du krummer Bub, wenn du noch einen Tritt zur Creszenz thuſt, ſchlag ich dir deine krummen Spazierhölzer lahm, nachher kannſt dein' Meßſtang' als Krück' nehmen.

Er elender Geſell! ſchimpfte Steinhäuſer, vor den ſich Kaſpar als Schild geſtellt hatte; Florian wollte auf ihn los und fluchte: Kotzblueſtkreuzmalefitz foudre de PDieu! der Kaſpar ſchleuderte ihn zurück; Conſtantin war klug genug und wehrte ab.

So verließen nun die Drei das Haus, der Sepple folgte ihnen bald nach.

Auf der Straße ſchwuren die drei Kameraden, nie mehr in den Adler zu gehen. Der Florian wellte alsbald noch einmal hinein, er ſei dem Adlerwirth noch was ſchuldig geblieben, er müſſe ihm'raus bezahlen.

Kreuz Sack am Bändel,*) da bleibſt, ſagte Conſtan⸗ tin,bei dir iſt noch allfort gleich Dreiviertel auf Mordjo. Gib jetzt Frieden, wir wollen den Geometer ſchon hinlegen, daß er nimmehr an die Auferſtehung der Beine glauben ſoll.

*) Beſchönigender Ausruf für Sakrament.