Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1848)
Entstehung
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Kollegen in die Stube. Sie giengen nach dem Verſchlägle, wo der Tiſch für ſie gedeckt war.

Florian ergriff ſein Glas, ſtieß mit ſeinen beiden Freun⸗ den an und ſagte:à votre santé!

Der Kaſpar, der ſo aufmerkſam zugehört hatte, war ſchnell den Eintretenden entgegen gegangen und trug ihnen nun ein Licht voraus. Florian zwirbelte ſeinen Schnurr⸗ bart und fragte dabei den Conſtantin leiſe:

Welcher iſt's?

Der ſchäg, mit denen langen Haar', wo zuerſt rein⸗ kommen iſt.

Eine Weile herrſchte Stille in der ganzen Stube, man hörte nichts als das Klappern der Meſſer und Gabeln hin⸗ ter dem Verſchlägle.

Conſtantin begann aber alsbald zu ſingen:

Der Herr Geometer

Der hat krumme Bein! Sie ſind halt net gräder, Gezirkelt muß ſein.

Ein ſchallendes Gelächter erfüllte plötzlich die Stube, dann aber trat wieder eine Stille ein, auch drinnen im Verſchlägle hörte man keinen Laut.

Florian ſtand auf und ſagte zum Sepple:comment vous portez vous, monsieur Geometre?

Ouadulta loing, erwiederte der Sepple, der unter erneuertem Gelächter in einem fort kauderwelſchte.

Ich gratulir' zu deinem neuen Amt, ſagte Conſtantin, indem er den Pinſel vom Schwenkkübel herbeibrachte,da vermiß mir einmal den Tiſch; man braucht keinen Verſtand dazu, ſonſt könnten's gewiſſe Leute nicht.

Unter immer erneutem Gelächter vollzog der Sepple die Tiſchvermeſſung, das Bärbele aber kam herbei und ſagte:

Laſſet die Poſſen, machet eure Späſſ' an einem andern Orte; ſei ruhig Sepple oder marſchir dich.