Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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Der Umſchlag in ſeinem Weſen und ſeinen An⸗ ſchauungen war ein merkwürdiger. In jedem Worte gab ſich eine unheimlich geſteigerte Erregung kund, die in allen Fibern zu zucken ſchien, wie ohnmächtiger Grimm und leidenſchaftlicher Haß gegen Alles, was er ſonſt mit wohlwollendem Gefühl umfangen. Hatte jemals der geheime Wunſch in ihm gelebt, den höheren Geſellſchaftskreiſen, denen er ſich aus Vorliebe für die angenehme äußere Verkehrsform gern anſchloß, auch durch Geburt oder durch Verdienſt anzugehören, ſo war er jetzt, wo ſich ihm gewiſſermaßen die Erfüllung zeigte, mit einem Schlage in das Gegentheil verkehrt Er verachtete das Ideal, das ihm vorgeſchwebt, und am meiſten ſich ſelbſt um deſſelben willen. Für die, welche ihn mehrere Tage nicht geſehen, nicht Zeugen geweſen ſeines wilden Ringens, ſeines ſchmerzvollen Zuſammenſinkens und zornigen Aufflackerns in qual⸗ vollem Wechſel, war er wie über Nacht ein anderer Menſch geworden.

Graf Amadeus faßte dieſen Eindruck in Worte.

Es iſt etwas mit Ihrer Pupille vorgegangen, ſie iſt anders gefärbt. Was wird aus Ihren Bildern werden, Freund?

Sie werden eben auch anders gefärbt. In rothes Blut getaucht, ſchaltete Seibold ein,