Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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für den folgenden holt, womit ſie den Zuſchauer über den kurzen Zwiſchenraum von wenigen Minuten täu⸗ ſchend hinweghebt.

Sie da, Waldek? hatte ſie ſich ganz verwundert zu ihm gewendet.Iſt das hübſch, daß Sie mir gar nichts davon ſagen? Wie konnte ich wiſſen, zu welchem Diner man Sie erwartete? Und dann hatte ſie ſich mit ſo freundlichem Lächeln zu Graf Riſoll gewendet, als wäre ſie nie in der Lage geweſen, ſich leidenſchaft lich über ihn zu beklagen. Auch Edgar hatte ſeinen Antheil an der Begrüßung bekommen und vor allen der Commerzienrath, deſſen beſonderer Liebling die Künſt lerin zu ſein ſchien.

Ueber Tiſche ſaß ſie auch an deſſen Seite, und während ſie ſich in ſtrahlender Heiterkeit ihren Nach barn widmete, flog nur hin und wieder ein Schlag⸗ wort zu Ulrich hinüber, der links von der Hausfrau ſeinen Platz gefunden. Doch während dieſe ihn mit auffälliger Vernachläſſigung ihres ältlichen Nachbars zur Rechten, eines Geſchäftsfreundes des Hauſes aus Frankfurt, in Anſpruch nahm, war es ihm zuweilen, als ruhten Herminens Augen immer häufiger auf ihm. Was ſollte dieſer heiße, ſchlimme Blick bedeuten? Wollte ſie ihn glauben machen, daß ſie eiferſüchtig ſei?

Anlaß dazu wäre, ein wirkliches Intereſſe für den

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