che
che
345
und ſtieg die ſchauerlichen Stuſen hinab. Und niederkniend vor dem ſtill beleuchteten Sarge, waͤhnt' er Euphroſinens Geſtalt zu ſchauen, Euphroſinens Stimme zu hoͤ⸗ ren. Er wollte den Mund oͤffnen, um, wie ſonſt, den Geiſt der Geliebten anzu⸗ reden— allein er vermocht' es nicht; ein unbegreifliches Verſtummen ſiegelte ſeine Lippen. Da griff er in den Buſen, zog das gefaltete Papier hervor, legt' es von tauſend Schauern ergriffen auf den Sarg nieder, und verließ haſtig Gewoͤlb' und Kirche.
Dieſes Blatt enthielt— laͤchle, wer nie einen Schwaͤrmer dieſer Art gekannt hat;— eine foͤrmliche Beichte ſeiner Liebe zu Seraphinen, und der Umſtaͤnde, unter welchen ſie entſtanden war. Billigte die Verklaͤrte ſeine Neigung, ſo wollte er den nächſten Abend an eben dieſer Stelle(denn


