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Erzählungen / von L. M. Büschenthal
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wankte. Bei ihrem Vater wußte ſie es leicht dahin zu bringen, daß er den Ritter auf eine verbindliche Weiſe wieder einlud, und dieſer, welcher gleichfalls das Beduͤrf⸗ niß der Mittheilung fuͤhlte, ergriff gern die dargebotene Gelegenheit.

Seraphine obwol nicht vollig gleich⸗ geſtimmt mit Antonio hatte weiblichen Takt genug, mit demſelben von ſeinem Standpunkte auszugehen und ihn eben dadurch nach dem ihrigen hinzuleiten. Gern und natuͤrlich ſtimmte ſie mit ihm die wilden Toͤne der Verzweiflung an, die zur Schwermuth uͤbergehend endlich ſich aufloͤſ'ten in das leiſere Säuſeln der Weh⸗ muth. Dieſe Begleitung ſeiner ſchoͤnſten Gefühle machte ihm bald die ſchoͤne Be⸗ gleiterin ſo werth, daß ihr Umgang ihm zum hoͤchſten Beduͤrfniß wurde. Der Text von Seraphinens Unterhaltungen war noch