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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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485 er ffen⸗ Wir verlaſſen jetzt den fröhlichen Kreis, aus dem wir die Mutter leiſe ſchleichen ſehen. Sie geht in ihr Kabinet, das gnä⸗ wo ſie in behaglicher Stille ausruht und folgende Zeilen hne alle an ihre ſchweſterliche Freundin ſchreibt: Welt iſtIch habe ſie jetzt auf einen Augenblick verlaſſen, um 1 auszuruhen und einige Worte mit dir zu ſprechen, meine ſtig, wie ½ Cäcilie. Hier iſt es fröhlich und ruhig und fröhliche Stimmen, wahre Feſtſtimmen dringen bis zu mir herein. fragte Meines Ernſts Herz genießt die höchſte Freude, denn er chloß ſie ſieht alle ſeine Kinder glücklich um ſich her. Und die Louiſe: Kinder, Cäcilie er hat auch Recht, fröhlich und ſtolz mehr zu auf ſie zu ſein. Sie ſtehen alle als gute, fertige Men⸗ kleiner ſchen um ihn herum; ſie danken ihm, daß ſie zum Leben trinken? geboren worden ſind und den Werth deſſelben kennen ge⸗ ein an⸗ lernt haben. Sie ſind mit ihrem Lvoſe zufrieden. Die en Verlorene, die Wiedergekommene ruht im Hauſe aus, um Köpfe ein neues Leben zu beginnen und ihr reizendes Kind iſt be⸗ reits heimiſch auf des Großvaters Schooßejetzt rief erklingt Gabrielens Guitarre und ein Geſang wird ange⸗ und die ſtimmt! einmal,Nun glaube ich gar, ſie tanzen! Louiſens acht Kna⸗ ben machen die Dielen erzittern. Jakobis Stimme wird und im unter allen herausgehört. Der gute, ewig junge Menſch! e allein Auch ich ſollte fröhlich ſein, denn überall iſt Friede und Wort, Alles wohl beſtellt in meinem Hauſe. Ich bin es auch mein Herz iſt voll von Dank, aber mein Körper iſt müde, las aus ſehr müde. ich ihreDie Fichten auf dem Grabe wehen und winken; folgte, ich ſehe ihre Wipfel mich im klaren Mondſchein begrüßen 3 und aufwärts zeigen. Winkſt du mir, mein Sohn? rief Rufſt du mich, heimzukommen zu dir? Mein Erſtgebo⸗ es mit rener! Mein Sommerkind! Laß mich dir zuflüſtern, daß e war⸗. dieß mein geheimer Wunſch iſt! Freundlich war mir die Frie⸗ Erde, freundlich das Haus hier; aber als du fortgingſt, ch, zu mein Liebling, da begann ich zu wandern. Vielleicht

kommt bald der letzte Wandertag. Mir iſt, als fühlte